Ex-United-Wunderkind :Angstattacken: Bojan Krkic attackiert Spanien-Verband

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Beim FC Barcelona wurde Bojan Krkic einst als Wunderkind gefeiert. Unter Pep Guardiola kam das Eigengewächs regelmäßig zum Einsatz.

Viele erwarteten eine Weltkarriere für den Spanier mit kroatischen Wurzeln, doch der Aufstieg des Offensivakteurs stockte - offenbar auch wegen mentaler Probleme.

Der 27-Jährige packte nun über Angstattacken aus. "Ich war 2008 nicht bei der Europameisterschaft, weil ich Angstattacken hatte", berichtet er im GUARDIAN.

Dem spanischen Fußballverband macht Bojan Vorwürfe. Er sei informiert worden von seiner Nominierung, daraufhin legte er die Karten auf den Tisch.

Hintergrund


"Ich konnte nicht, ich habe gesagt, 'ich bekomme Medikamente, ich stehe am Abgrund'", blickt Bjoan zurück.

Am nächsten Tag musste Bojan die Schlagzeile "Spanien beruft Krkic, doch er lehnt ab" in der Presse lesen - ein Tiefschlag.

Bojan: "Das hat mich fertig gemacht. Es sah so aus so, als hätte ich keine Lust."

Doch das war nicht der Fall. Bojan hatte mit Angstattacken zu kämpfen. Wissen wollte davon aber niemand etwas, obwohl laut Bojan "alle Bescheid wussten."

Bojans bittere Erkenntnis: "Niemand will darüber reden, der Fußball ist daran nicht interessiert."

Bojan verließ den FC Barcelona 2011 in Richtung AS Rom. Doch weder bei den Giallorossi, noch beim AC Mailand konnte er sein Potenzial abrufen.

Es folgten die Stationen Ajax Amsterdam und Stoke City, dann eine Leihe nach Mainz. Bis zum Monatsende steht er bei Deportivo Alaves auf Leihbasis unter Vertrag.

Sein Anschlussvertrag bei Stoke City läuft noch bis 2020. Wie es weitergeht, ist noch unklar.

Bojan hofft, dass sich im Fußball etwas ändert und mit Druck und Ängsten offener umgegangen wird.

"Diejenigen von uns, die fühlen, die sensibel sind, die betroffen sein können, brauchen ein guten Schutz", sagt der Spanier.

"Fußballer sind sehr jung und sie sind all dem ausgesetzt. Sogar U15-Spieler haben Twitter und ich bin mir sicher, dass sie schon Beleidigungen abbekommen."