Borussia Dortmund :Falls Lucien Favre scheitert: Drei Nachfolger im Gespräch

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Obwohl Lucien Favre angesichts des Punktedurchschnitts der erfolgreichste Trainer von Borussia Dortmund aller Zeiten ist, kommt wegen des Schweizers wieder und wieder Unruhe auf. Unumstritten war Favre in seiner zweijährigen Amtszeit nur äußerst selten.

Was seit dieser Saison zusätzlich zum Nachdenken anregt, ist der im kommenden Sommer auslaufende Vertrag des Übungsleiters. Nach aktuellen Stand ist nicht damit zu rechnen, dass dieser nochmals verlängert wird. Im Zuge dessen nennt die SPORT BILD drei potenzielle Erben des 62-Jährigen.

Marco Rose, Julian Nagelsmann und Jesse Marsch als Favre-Erben gehandelt

Der Auflistung gehören Marco Rose (Borussia Mönchengladbach), Julian Nagelsmann (RB Leipzig) und Jesse Marsch (RB Salzburg) an. Die Ambitionen sind anhand dieser Optionen also klar: ein Trainer aus der Champions League soll es mindestens sein. Auch Deutsch als Hauptsprache scheint essenziell.

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Vor allen Dingen Rose sorgte am Dienstagabend für Aufsehen, als er mit seiner Borussia das große Real Madrid am Rande einer Niederlage hatte. Casemiro erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit allerdings noch den Treffer zum 2:2-Ausgleich.

Auch der Name Nagelsmann ist in der angeblichen Favre-Schattenliste nicht neu. Der BVB hatte sich mit dem Trainer-Newcomer schon 2018 beschäftigt. Damals sagte Nagelsmann aber ab, blieb noch ein Jahr bei der TSG Hoffenheim und wechselte 2019/20 nach Leipzig. In Dortmund heuerte schließlich Favre an.

Hintergrund


Marsch gehört ebenso dem Red-Bull-Fußballimperium an. Nach seiner erfolgreichen Zeit in New York wurde er von Ralf Rangnick in dessen Leipziger Trainerteam berufen. Seit einem Jahr coacht in Salzburg Marsch wieder in Eigenregie.

Sollte Favres Vertrag tatsächlich nicht verlängert werden, scheint sich der BVB einige Optionen offenzuhalten. Würde sich eine der genannten Alternativen bewahrheiten, wären in jedem Fall zähe Verhandlungen sowie eine Ablösezahlung fällig. Rose (2022), Nagelsmann (2023) und Marsch (2022) sind jeweils noch längerfristig an ihre Klubs gebunden.