Auf Betreiben von Joan Laporta: Spielt Barça bald in Saudi-Arabien?

12.04.2023 um 11:57 Uhr
von Andre Oechsner
Redakteur
Experte für den Transfermarkt, berichtet seit 2015 über den internationalen Fußball. Seit 2019 im Team von Fussballeuropa.com.
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Joan Laporta könnte mit Barça schon bald regelmäßig in die Wüste jetten - Foto: / Getty Images
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Beim FC Barcelona ist immer etwas los, ob sportlich oder politisch. Da wären zum einen das ständige Werben um die Eröffnung einer Super League, das der UEFA ein großer Dorn im Auge ist. Und zum anderen der Fall um mutmaßlich geflossene Bestechungsgelder an Jose Maria Enriquez Negreira.

Sollten sich letztgenannte Vorwürfe bestätigen, droht Barça im schlimmsten Fall der Ausschluss aus der Champions League. Real Madrid hat sich in dieser hochbrisanten Angelegenheit bereits mit einer Privatklage gegen die Katalanen angeschlossen. Wie würde es dann weitergehen? Präsident Joan Laporta hat offenbar einen Plan.

"Laporta hat gegenüber seinen engsten Vertrauten, von denen aber niemand weiß, ob er das ironisch oder ernst meint, erklärt, dass der finanzielle Verlust, wenn Barça aus der Champions League ausscheidet, zweistellige Millionenbeträge betragen wird", erklärt der spanische Journalist Eduardo Inda bei El Chiringuito de Jugones.

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Joan Laporta weiß noch nicht, wie es mit Barça in der Champions League weitergeht - Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com

Barça: Statt Champions League in Saudi Arabien?

Für den Barça-Manager ist es im Fall der Fälle offenbar eine Option, sich nach Saudi-Arabien umzuorientieren. "Er hat seinen Leuten von der Möglichkeit erzählt, diesen europäischen Spieltag in Saudi-Arabien auszutragen", Inda. Wenn Real Madrid und Co. in der Champions League ihre Spiele austragen, könnte Barça also regelmäßig in die Wüste reisen.

"Man könnte während der Champions League Freundschaftsspiele austragen oder veranstalten", meint Inda. "Sie würden in Freundschaftsspielformaten oder Pseudowettbewerben spielen, um das Budget zu füllen, das für die Nichtteilnahme an der Champions League übrigbleiben würde."

Dem FC Barcelona wird vorgeworfen, zwischen 2001 und 2018 mehr als 7,3 Millionen Euro an Firmen überwiesen zu haben, die Jose Maria Enriquez Negreira zuzuordnen sind. Negreira war bis 2018 Vizepräsident des Schiedsrichterausschusses im spanischen Verband RFEF.

Verwendete Quellen

El Chiringuito de Jugones