FC Barcelona :Boss Laporta verrät: Neymar wollte unbedingt zu Barça zurück

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Barça-Boss Joan Laporta teilte dem spanischen TV-Sender Esport 3 mit, dass der Klub nach seiner Wahl die Rückkehr von Neymar anstrebte, was beim Spieler für Euphorie sorgte. „Wir haben versucht ihn zu verpflichten. Er war verrückt danach zurückzukehren.“

Für die aufmerksamen Beobachter stellt sich die Frage, wie ein derart verschuldeter Verein wie der FC Barcelona, dessen Verbindlichkeiten 1,35 Milliarden Euro betragen, einen so teuren Deal über die Bühne bringen wollte. Doch darauf wusste Laporta eine Antwort. „Wir haben das Financial Fairplay anders interpretiert. Andernfalls hätten wir dieses Angebot nicht gemacht.“

Hintergrund

Die Gehaltsobergrenze von La Liga machte einen Transfer von Neymar dann jedoch unmöglich. Diese Limitierung war schon der Grund für Messis Abgang, da die Katalanen nicht genügend Kapazitäten für den Argentinier erübrigen konnten, wie der Präsident noch einmal erklärte.

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„Auch nach dem Griezmann-Abgang und den Gehaltsreduzierungen (Busquets, Pique, Sergi Roberto, Jordi Alba, Anm. d. Red.) war es wegen der Gehaltsobergrenze immer noch nicht möglich, Messi zu halten.“

Die einzige Möglichkeit, Messi zu halten, sei gewesen, den Deal der spanischen Liga mit dem Finanzinvestor CVC zu unterschreiben. Das lehnte Laporta jedoch kategorisch ab: "Wir können nicht die Fernsehrechte für fünfzig Jahre verpfänden."

"Es war seltsam, Messi in einem anderen Trikot zu sehen"

Durch Messis Wechsel zu Paris Saint-Germain kam es jetzt immerhin in der französischen Hauptstadt zu einer Wiedervereinigung von Neymar und dem sechsmaligen Weltfußballer. Ein kleiner Trost für die Fans des Angriffsduos.

Bei Laporta kommt keine Freude auf, wenn er Messi bei PSG sieht. "Es hat mir nicht gefallen, es war seltsam, ihn mit einem anderen Trikot zu sehen", berichtet der Anwalt von seinen Gefühlen beim Betrachten des PSG-Debüts von Messi.

Joan Laporta bedauert den Weggang des Argentiniers. "Es war nicht der Abschied, den ich mir für Leo und noch weniger mit mir als Präsident vorgestellt hatte. Wir werden ihm immer ewig dankbar sein, er wird immer ein Barcelona-Spieler sein", so der Präsident.

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