Joan Laporta erläutert Barça-Finanzplan: Intensivstation, Krankenstation, Krankenhaus verlassen

10.06.2022 um 19:37 Uhr
von Andre Oechsner
Redakteur
Experte für den Transfermarkt, berichtet seit 2015 über den internationalen Fußball. Seit 2019 im Team von Fussballeuropa.com.
joan laporta
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Joan Laporta hat zunächst versichert, dass solange er Präsident des FC Barcelona ist, dieser keinesfalls in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und der Verein "weiterhin den Mitgliedern gehören wird", so der Manager am Mittwoch im Auditorium 1899 des Camp Nou.

Intensiv und emotional wurde es vor allem dann, als die katastrophale wirtschaftliche Situation der Blaugrana angesprochen wurde. Laporta ist hier guter Dinge, dass er den Verein schon in den kommenden Wochen in wesentlich ruhigeres Fahrwasser führen kann. Barça habe noch immer eine enorme Strahlkraft, weshalb sich Laporta keine Gedanken darüber mache, frisches Kapital aus externer Quelle einspeisen zu können.

Am Donnerstag kommender Woche lädt Barça zur außerordentlichen Mitgliederversammlung. Während dieser, so Laporta, werde man die Mitglieder darum bitten, "uns zu erlauben, die beiden Hebel zu aktivieren, mit denen wir die wirtschaftliche Situation des Vereins früher als geplant neu ausrichten werden".

Diese Geschäfte will Barça abschließen

Bei Laportas Metapher handelt es sich um den Verkauf von bis zu 49,9 Prozent der BLM, der Gesellschaft, die für die Verwertung des Lizenzgeschäfts und der Marke des FC Barcelona zuständig ist – sowie um die Übertragung von bis zu 25 Prozent der Fernsehrechte an LaLiga. Aktuell schiebt der einst so stolze Klub aus Katalonien einen Schuldenberg von über einer Milliarde Euro vor sich her.

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Laporta zufolge wird Barça, wenn diese beiden Operationen endlich durchgeführt werden, "von der Intensivstation auf die Krankenstation gehen und dann das Krankenhaus verlassen, um ein normales Leben zu führen". Ein Genesungsprozess, zu dem auch der Sponsorenvertrag mit Spotify und die geplante Senkung der Gehaltskosten beitragen werden.

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