Ex-Bayern-Boss im Interview :Kalle Rummenigge spricht über Barça-Boss Laporta und Messis Abschied aus LaLiga

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"Er ist ein toller Kerl. Und besserer Manager", sagte der langjährige Vorstandsvorsitzende der Bayern im Interview mit AS über Laporta. "Er hat den Verein bereits in seiner glorreichsten Zeit mit Pep als Trainer geführt und ich kann nicht überzeugter sein, dass er auch Barça aus dieser Krise herausholen kann."

Laporta hatte bereits von 2003 bis 2010 das Amt des Barça-Präsidenten inne, im März 2021 wurde er als Nachfolger des umstrittenen Josep Maria Bartomeu erneut zum Boss gewählt. Bartomeu hinterließ dem neuen Präsidenten einen nie dagewesenen Schuldenberg von 1,3 Milliarden Euro.

Hintergrund

"Laportas Weg ist hart, aber auch richtig"

Laporta setzte den Rotstift an, verkaufte zahlreiche Spieler und musste schweren Herzens auch Lionel Messi (34, ablösefrei zu Paris Saint-Germain) ziehen lassen.  Rummenigge glaubt, dass "eine Reduzierung der Ausgaben unumgänglich" sei. Zum Sparkurs von Laporta gebe es keine Alternative: "Der Weg, den er jetzt vor sich hat, ist hart, aber auch richtig und notwendig."

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Dass Laporta in Krisen-Zeiten das Präsidentenamt anstrebte, rechnet Rummenigge ihm hoch an: " Seine Kandidatur erschien mir in Anbetracht der Lage des Vereins als mutig und edel. Man merkt, dass er sich für seinen Verein verantwortlich fühlt, auch in diesen schwierigen Zeiten."

Abschied von Lionel Messi "ein Eigentor" der Primera Division

Dass die Primera Division nach Cristiano Ronaldo 2018 drei Jahre später in Lionel Messi auch den zweiten Megastar verliert, bewertet Rummenigge aus Ligasicht als negativ: " Beide hinterlassen eine Marketinglücke, die nicht geschlossen werden kann."

Messi hatte sich mit Barça auf eine Vertragsverlängerung geeinigt, laut Laporta hätte die Liga der Zusammenarbeit aber nur zugestimmt, wenn Barça den Verkauf von 10 Prozent der Ligaanteile an den Investor CVC abgesegnet hätte. LaLiga habe sich "ein Eigentor" mit Messis Abschied geschossen, so Rummenigge.

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