Martin Braithwaite verlässt Barça – Millionen-Abfindung wird fällig

26.08.2022 um 17:45 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Experte
Seit Ronaldinhos Glanzzeit ein Anhänger des FC Barcelona. Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Foto: / Getty Images

Knapp 20 Millionen Euro Ablöse machte Barça im Februar 2020 locker, um Martin Braithwaite als Nottransfer von Leganes zu verpflichten. Ousmane Dembele und Luis Suarez hatten sich zuvor schwerwiegend verletzt.

Braitwaite konnte die Erwartungen im Camp Nou aber nie erfüllen. Zehn Tore in wettbewerbsübergreifend 57 Spielen stehen in seiner durchwachsen Bilanz. Spätestens nach den Verpflichtungen von Ferran Torres und Pierre-Emerick Aubameyang im Winter 2022 war für den dänischen Nationalspieler kein Platz mehr im Kader.

Barça-Trainer Xavi Hernandez stellte Braithwaite in der Spielzeit 2022/2023 bisher noch nicht auf. Da mit Raphinha und Robert Lewandowski im Sommer 2022 neue Offensivspieler hinzukamen, stehen Braithwaites Chancen auf regelmäßige Spielzeit äußerst schlecht.

FC Barcelona

Der 31-Jährige lehnte trotz seiner mauen Aussicht auf Spielanteile einige Offerten ab und blieb bei Barça. Sehr zum Unmut vieler Fans, die den Stürmer bei der offiziellen Saisoneröffnung auspfiffen. Nun riecht es aber nach einer Trennung.

Die Fachzeitung Sport berichtet am Freitag: Martin Braithwaite steht kurz vor der Vertragsauflösung beim FC Barcelona. Braitwaites Berater Ali Dursun, der seit Donnerstag in Barcelona weilt, und die Vereinsverantwortlichen haben sich demnach grundsätzlich auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt.

Barça zahlt dem 31-Jährigen der Sporttageszeitung zufolge eine Abfindung in Höhe von etwas mehr als drei Millionen Euro. Bis zum Vertragsende 2024 hätten dem Skandinavier dem Vernehmen nach sechs bis acht Millionen Euro Gehalt zugestanden.

Barça hat sich von dem Vorhaben verabschiedet, für Martin Braithwaite eine Ablösesumme zu kassieren. Der Klub war eigentlich überzeugt, mit ihm Geld verdienen zu können, weil er gute Angebote aus der Premier League vorliegen hatte, aber der Angreifer wollte nicht weg, forderte als Ausgleichszahlung angeblich zunächst seine kompletten Bezüge. Nach "schwierigen Verhandlungen" einigten sich beide Parteien nun auf die Auflösung des Arbeitspapiers.

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