FC Barcelona :Messi-Abschied: Barça-Präsident schießt scharf gegen Liga-Boss Tebas

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Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com
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"Anstatt Harmonie und Verständnis zu schaffen, ist Tebas auf Konfrontation und Konflikte aus. Er hat eine kranke Besessenheit von Barcelona", poltert der Anwalt laut der Fachzeitung Sport. Tebas wolle dem FC Barcelona und dessen Werten schaden. "Aber wir Barcelona- Anhänger wissen das schon lange."

Lionel Messi hatte Barça nach 21 Jahren verlassen, obwohl er sich mit Laporta auf eine Vertragsverlängerung mit einem Gehaltsverzicht von 50 Prozent einig war. Laut Laporta war der Deal mit den Vorgaben des ligainternen Financial Fairplay nicht in Einklang zu bringen.

Hintergrund

Der einzige Ausweg Messi zu halten sei laut Laporta gewesen, Tebas die Zustimmung zum Verkauf von 10 Prozent der LaLiga-Anteile für 2,1 Milliarden an den Investor CVC zu geben. Dies lehnte Barcelona aber ab, da man die Fernsehrechte der kommenden 50 Jahre nicht verpfänden wolle.

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"Dass Messi nicht bei Barcelona geblieben ist, ist hauptsächlich Tebas' Schuld"

Messi hätte mit einer anderen Auslegung des spanischen Financial Fairplay gehalten werden können, sagt Laporta: "Dass Messi nicht bei Barcelona geblieben ist, ist hauptsächlich seine Schuld. Der Stolz dieses Mannes und seine Fairplay-Regeln haben damit zu tun. Tebas will immer der Protagonist der Liga sein. Andere Ligen handeln es anders, dort gingen die besten Spieler nicht weg."

Barça, Real Madrid, Athletic Bilbao und Real Oviedo hatten als einzige Vereine aus Primera Division und Segunda División gegen den Verkauf der Anteile votiert. Laporta bleibt bei seinem Nein, auch weil er die Bewertung für zu niedrig hält und die Laufzeit für zu lange.

"Wir werden nicht zulassen, dass Tebas Barcelona mehr Schaden zufügt. Wir werden nicht mit den persönlichen Projekten von Herrn Tebas kooperieren, der nur die Interessen Barcelonas nutzen will, um mehr Geld für sich selbst herauszuschlagen und uns die Fernsehrechte für die nächsten fünfzig Jahren abnehmen will."

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