Ousmane Dembele: Berater greift Barça erneut an – und droht

19.01.2022 um 10:00 Uhr
von Andre Oechsner
Transferexperte
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Foto: Anton_Ivanov / Shutterstock.com

Für den FC Barcelona ist das Angebot, das Ousmane Dembele zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrags vorgelegt wurde, vollkommen ausreichend. Der amtierende Fußballweltmeister und sein Berater Moussa Sissoko denken da aber anders.

Barça hat Dembele und seine Entourage nun vor die Wahl gestellt: Entweder wird das Angebot angenommen oder eben nicht. Eine neue Verhandlungsrunde soll es nicht mehr geben. Die darauffolgenden Szenarien wären ein Abgang oder im schlimmsten Fall eine halbjährige Verbannung auf die Tribüne.

"Das ist eine Drucktaktik, die bei Leuten wie uns nicht funktioniert", nimmt Sissoko gegenüber RMC Sport Stellung. "Vielleicht funktioniert es bei Agenten, die mit Barcelona befreundet sind. Das ist nicht mein Fall, ich bin hier, um die Interessen meines Spielers zu verteidigen." Im Rahmen dessen ist der Agent offenbar bereit dazu, einen knallharten Kurs zu fahren.

FC Barcelona

Die angeblichen Forderungen der Dembele-Seite: Für fünf Jahre stellt man sich eine Entlohnung von 200 Millionen Euro brutto vor. Dazu gesellt sich ein Bonus von 20 Millionen Euro sowie eine Unterschriftsprämie von ebenfalls 20 Millionen Euro. Barça müsste somit ein Gesamtpaket schnüren, das sich auf 240 Millionen Euro beläuft.

Sissoko sei hier, um die Wahrheit zu sagen. "Ja, wir haben anspruchsvolle Forderungen, aber wir haben bereits gezeigt, dass Ousmanes Karriereentscheidungen nicht vom Geld diktiert wurden, sonst wäre er nicht hier."

Ousmane Dembele: Barça droht statt zu verhandeln

Und weiter: "Wenn Barcelona verhandeln wollte, hätten sie es versuchen können, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und zu diskutieren. Nur gibt es auf ihrer Seite keine Diskussion und Drohungen, nicht mehr zu spielen. Und das ist verboten. Wir werden die Rechte von Ousmane Dembele durchsetzen, wenn es nötig ist."

Sissokos letzter Satz ist als klare Drohung in Richtung der Azulgrana zu verstehen. Welche Schritte er wenn nötig einleiten wird, ist offen. Die Tür schließen will Sissoko aber keineswegs. Stattdessen signalisiert er weiterhin Verhandlungsbereitschaft. Geklärt ist zwei Wochen vor Schließung des Wintertransferfensters noch nichts.

"Wir wissen nicht, was wir tun werden, es wird nichts gehandelt", so Sissoko. "Aber die Verantwortlichen verlieren nur Ousmane. Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir diskutieren wollen, sicherlich mit Bedingungen, aber ohne die Tür zu schließen."

Verwendete Quellen: RMC Sport
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