FC Barcelona "Persönliche Gründe": Barça-CEO Ferran Reverter kündigt Rücktritt an

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Foto: Agencia EFE / imago images

Barça-Präsident Joan Laporta hatte den ehemaligen Media Markt-Boss im Sommer 2021 in seinen Vorstand geholt. Nach nicht einmal einem Jahr Zusammenarbeit gehen Barça und Reverter getrennte Wege.

"Ferran Reverter hat heute dem Präsidenten des FC Barcelona , Joan Laporta , seinen Wunsch mitgeteilt, sein Amt aus persönlichen und familiären Gründen niederzulegen", teilten die Katalanen am Dienstagnachmittag mit. Er wolle "mehr Zeit für persönliche und familiäre Projekte haben", begründete der Finanzfachmann seinen Schritt.

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Unstimmigkeiten mit Laporta Grund für Trennung?

Übereinstimmenden spanischen Medienberichten zufolge gab es im Binnenverhältnis zwischen Laporta und Reverter Unstimmigkeiten. Unter anderem bei der Bewertung der zukünftigen Zusammenarbeit mit dem neuen Hauptsponsor Spotify sollen die beiden Alphatiere unterschiedlichen Vorstellungen gehabt haben.

Der schwedische Streamingsdienst wird für kolportierte 280 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren auf den Trikots des FC Barcelona und als Namenssponsor des Camp Nou auftreten.

Reverter wurde am 1. Juli 2021 offiziell zum Geschäftsführer des FC Barcelona ernannt. Er war entscheidend an den Plänen zur Finanzierung des Espai Barça und der Umschuldung des mit 1,3 Milliarden Euro verschuldeten Traditionsvereins beteiligt.

Reverter Rücktrittserklärung im Wortlaut

"Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich Deutschland verlassen habe, um aus familiären Gründen nach Barcelona zurückzukehren. Kurz danach habe ich das Angebot von Präsident Joan Laporta angenommen, CEO des Klubs zu werden. Es waren leidenschaftliche Monate, und ich danke dem Präsidenten für sein Vertrauen und vor allem für seinen Enthusiasmus und seine Führungsqualitäten, die es dem FC Barcelona ermöglichen, ein erstklassiges Führungsteam zu haben, das in der Lage ist, Barça wieder an die Weltspitze zu bringen".

"Persönlich habe ich in diesen Monaten viel Arbeit und Engagement investiert, aber ich möchte mich jetzt auf den Grund konzentrieren, warum ich nach Barcelona zurückgekehrt bin, nämlich um mehr Zeit für persönliche und familiäre Projekte zu haben."