FC Barcelona :Riesen-Schuldenberg: Ex-Boss spricht über Barça-Finanzen

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Foto: Cordon Press/Miguelez Sports / imago images
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"Die UEFA empfiehlt, bei den Gehältern unter 70 Prozent (der Vereinseinahmen, Anm. d. Red.) zu liegen, aber das Ideal wäre 50 Prozent.  In dieser Saison mit weniger Einnahmen lägen wird ohne die Gehaltsanpassungen bei über 90 Prozent", sagte Tusquets gegenüber SPORT.

Dass der Prozentsatz so hoch sei, liege aber natürlich auch daran, dass Barcelona durch Corona 300 Millionen Euro weniger als geplant einnehme, so der Finanzfachmann.

Hintergrund

Tusquets, der die Geschäfte nach dem Rücktritt von Josep Maria Bartomeu geführt hatte und am 7. März an Joan Laporta übergab, sieht das Jahr 2017 als Wendepunkt bei den Finanzen des FC Barcelona.

"Nachdem Neymar gegangen war, schossen die Schulden in die Höhe. Es wurde für viel Geld eingekauft: Dembele, Coutinho oder Griezmann. Auch Vertragsverlängerungen wurden vorgenommen und die Lohnkosten erhöht", so Tusquets.

Der ehemalige Interimsboss gibt zudem Auskunft über die Finanzen des Vereins. Barça habe 250 Millionen Euro kurzfrisitige Schulden bei Banken plus 200 Millionen an langfristigen Verbindlichkeiten, zu denen auch eine 125-Mio-Finanzspritze von Goldman Sachs zählt.

Insgesamt liege der Schuldenstand bei knapp einer Milliarde. Die Nettoverschuldung betrage knapp 600 Millionen Euro. Zwischen 70 und 80 Millionen Euro müssten bis zum Saisonende noch an den Kader ausbezahlt werden.

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