"Wir waren besser als die Bayern": Xavi hadert mit Barça-Chancenwucher

14.09.2022 um 08:25 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Experte
Seit Ronaldinhos Glanzzeit ein Anhänger des FC Barcelona. Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Foto: / Getty Images

Robert Lewandowski hätte aus Barça-Sicht zum Helden in München werden können. Der sonst so treffsichere Pole, der bisher für die Katalanen bereits neun Tore erzielt hat, scheiterte aber mehrfach aus aussichtsreicher Position. Auch Raphinha vergab gute Chancen. Ousmane Dembele hatte Pech, als ein elfmeterreifes Foul an ihm nicht geahndet wurde.

Bayern München hingegen zeigte sich eiskalt bei der Chancenverwertung. Nach einer Ecke traf zunächst Lucas Hernandez (50. Spielminute), dann legte Leroy Sane (54. ) nach. Xavi ärgert sich über verpasste Gelegenheit, Bayern erstmals in der Königsklassen-Gruppenphase auf heimischem Boden zu schlagen.

"Ich bin sauer, heute war ein Tag, um Bayern zu schlagen", schimpfte der Barça-Trainer nach dem 0:2 gegenüber den Pressevertretern. Grundsätzlich gefällt dem Welt- und Europameister die Leistung seiner Mannschaft: "Die erste Halbzeit war hervorragend. Wir haben sie körperlich und in Sachen Intensität dominiert."

FC Barcelona

Allerdings dürfe man "so ein Spiel nicht verlieren. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", so Xavi weiter: "Wir waren besser als die Bayern. Wir haben viele Chancen herausgespielt." Am Ende habe man aufgrund von Details die Partie verloren: "Letztendlich bezahlt man für diese Fehler, das ist eine harte Lektion."

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Pedri: "Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf"

Pedri, der ebenfalls eine Topchance liegen ließ, stimmt in Xavis Klagelied mit ein. Der Shooting-Star: "Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider." Man habe genügend Möglichkeiten zur Führung gehabt. "Ich habe auch große Chancen liegen lassen. Wenn du sie vergibst, bestraft dich eine große Mannschaft wie der FC Bayern."

Auf den nicht gegebenen Elfmeter wollte der spanische Nationalspieler die vermeidbare Niederlage beim deutschen Rekordmeister nicht schieben. "Wenn weder der Schiedsrichter noch der Videoassistent ein Foul erkennen können, dann war es kein Elfmeter", betonte der 19-Jährige.

Verwendete Quellen: mundodeportivo.com
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