FC Barcelona Nach Wirbel um Gerard Pique: Xavi setzt weiter auf den Abwehr-Oldie

getty gerard pique xavi 22042126
Foto: / Getty Images

"Ich kenne ihn sehr gut. Wenn er nicht auf das Wesentliche fokussiert ist, bin ich der Erste, der dies bemerkt. Doch dieser Druck gibt ihm nochmal mehr Antrieb, gute Leistungen auf den Platz zu bringen", sagte Xavi im Pressegespräch zum anstehenden Spiel gegen Real Sociedad (Donnerstag, 21:30 Uhr).

Pique war mit seiner Firma Kosmos offensichtlich an der Vergabe der  spanischen Supercopa nach Saudi-Arabien involviert und strich dafür eine Provision in Millionenhöhe ein. Jüngst machten Audioaufnahmen von Gesprächen zwischen Pique und Verbandsboss Luis Rubiales die Runde.

Pique, der mit seinem Unternehmen nicht nur am traditionsreichen Davis Cup beteiligt ist, sondern auch den spanischen Erstligisten FC Andorra besitzt, macht aus seiner Meinung über diverse Themen selten einen Hehl. Unter anderem äußert er sich regelmäßig auf Twitch.

FC Barcelona

Xavi Hernandez vertraut seinem ehemaligen Mannschaftskollegen aber weiterhin. "Er gibt uns sehr viel auf dem Feld", beteuert der Barça-Coach. "Das stört mich nicht, solange er und alle anderen Spieler auf dem Trainingsplatz und in den Spielen 100 Prozent geben. Ich kenne Gerard sehr gut und weiß, dass er diese Plattform als Ausgleich nutzt."

Xavi hat an Piques Nebentätigkeiten nichts auszusetzen und weiß, wie er den Innenverteidiger zu nehmen hat.  "Er ist ein sehr extrovertierter Mensch, der gerne seine Meinung sagt", so der 42-Jährige.  Wenn man dann beim FC Barcelona spiele, gerate man natürlich häufiger ins Kreuzfeuer. "Deswegen bevorzuge ich diplomatischer zu sein, er ist da anders."

Xavi ist in "Alarmbereitschaft"

Das Hoch des FC Barcelona nach der Amtsübernahme von Xavi mit dem Höhepunkt des 4:0-Erfolgs bei Real Madrid ist vorerst vorbei. Nach der bitteren Niederlage gegen Eintracht Frankfurt in der Europa League setzte es zuletzt eine Heimniederlage gegen Cadiz. Laut Xavi handelte es sich dabei um "ein mentales Problem".

Man befinde sich bereits in Alarmbereitschaft, betonte der Welt- und Europameister: "Diese Schwankungen haben keinen klaren Grund. Es ist eine Mischung aus fußballerischen und mentalen Sachen."