FC Bayern :Bouna Sarr dachte nie an Abgang - spielte lange mit Knieschmerzen

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Foto: Ulrich Wagner / imago images

Bouna Sarr hatte sich in den vergangenen anderthalb Jahren nicht mit dem Gedanken beschäftigt, den FC Bayern zu verlassen. Ein Abgang sei ihm "nie in den Sinn" gekommen, berichtet der Außenverteidiger im Interview mit der L'Equipe.

Eine Bewertung seiner Situation werde gemeinsam mit dem deutschen Rekordmeister im Juni vorgenommen. Sarr hofft beim Afrika-Cup, dessen Ausrichtung wegen der Corona-Pandemie in der Schwebe steht, auf Spielpraxis zu kommen. Mit dem Senegal trifft er in der Gruppe B auf Simbabwe, Guinea und Malawi. Sarr will sich mit starken Leistungen aus der Reservistenrolle winden.

Hintergrund

Nach seinem acht Millionen Euro teuren Überraschungswechsel nach München erhielt Sarr zunächst regelmäßige Einsatzzeiten, die sich dann aber kontinuierlich abschwächten. Offensichtlich hatte der 29-Jährige mit permanenten und der Leistung beeinträchtigenden Knieproblemen zu kämpfen.

Bouna Sarr spielte mit Knieschmerzen

"Was die Leute nicht wissen ist, dass ich mit zusammengebissenen Zähnen spielte. Mein Knie schmerzte, ich nahm vor jedem Spiel Entzündungshemmer", berichtet Sarr, der die ersten Spiele nach seiner Ankunft von Hansi Flick für den verletzten Benjamin Pavard eingesetzt worden war.

Wegen der anhaltenden Beschwerden sagte er sogar eine Nominierung der französischen Nationalmannschaft ab – und ließ damit seinen großen Traum platzen. Neben dem bayrischen Staff hatte ihm auch der Arzt der französischen Nationalmannschaft von der Länderspielreise abgeraten. Dabei ging es um seine Anfangszeit bei den Bayern.

Inzwischen hat er damit aber abgeschlossen. "Ich habe diese Episode schnell verdaut, ich habe mich auf Bayern konzentriert, auch wenn dieses Problem meine erste Saison hier verdorben hat", so Sarr.

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