Katar-Kritiker: "Bayern München sollte sich an die Menschenrechte halten"

18.10.2022 um 18:42 Uhr
von Kevin Richau
Redakteur
Berichtet seit 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball.
uli hoenes
Ehrenpräsident Uli Hoeneß (70) verteidigt die Zusammenarbeit mit Qatar Airways - Foto: / Getty Images
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"Ich war überrascht, Herr Hoeneß fällt da auch ein bisschen aus dem Rahmen. Er ist sicher an keinem sachlichen Dialog interessiert", urteilt Michael Ott im Interview mit der Abendzeitung München. Hoeneß erklärte auf der Versammlung, dass die Bayern nicht Amnesty International seien.

Ott hatte darauf eine passende Antwort parat. "Ich habe ihm noch gesagt, dass sich auch der Fußballklub Bayern München an die Menschenrechte halten sollte. Da ist er aber schon wieder weggelaufen." Ein eindeutiges Statement vom langjährigen Manager.

Uli Hoeneß verteidigte den Wüstenstaat Katar zuletzt vehement gegen die zahlreichen Kritiker. Im Sport1-Doppelpass legte er sich beispielsweise mit dem ehemaligen DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (59) an, der die Unterdrückung der Frauen und Homosexuellen in Katar anprangerte. Hoeneß entgegnete stur, dass er davon bei seinen Besuchen vor Ort nichts mitbekommen hätte.

Qatar Airways bleibt offenbar Sponsor der Münchener

Eine ähnliche Haltung wie Hoeneß vertritt wohl auch die Bayern-Führung. "Ich höre die Tendenz heraus, dass es Richtung Verlängerung geht", erklärt Ott in Bezug auf die Zusammenarbeit des deutschen Rekordmeister mit Qatar Airways. Der Rechtsanwalt will die Flinte dennoch nicht ins Korn werfen.

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"Solange nicht alle Mittel ausgeschöpft sind, sehe ich jetzt nicht, warum man aufhören sollte. Die Probleme in Katar verschwinden ja nicht", betonte Ott und rief noch einmal zur Diskussion auf. "Es sind vor allem die Fans, die den öffentlichen Druck kreieren. Man muss das weiter benennen."

Verwendete Quellen: abendzeitung-muenchen.de
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