Aus beim FC Bayern: Abwehr-Ass Lucio blickt zurück

06.03.2022 um 15:24 Uhr
von Kevin Richau
Redakteur
Berichtet seit 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball.
lucio
Foto: Santamaradona / Dreamstime.com
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Lucio, der zuvor schon in Leverkusen durch seine offensiven Ausflüge in den gegnerischen Strafraum zum Publikumsliebling avancierte, war auch in München allseits beliebt. "Es war damals ja auch nicht so, dass die Chefetage mich loswerden wollte", erinnerte sich der Weltmeister von 2002 im Gespräch mit Sport1. "Im Gegenteil: Die Bosse hatten nicht vor, mich zu verkaufen."

Der Impuls kam hingegen von der Trainerbank. "Die Entscheidung traf Louis van Gaal", erklärte Lucio, der aber keine negativen Gedanken mit seinem Abgang verbindet. "Es gib kein Problem mit Bayern, ich mag den Verein nach wie vor sehr. Ich hege im Nachhinein auch überhaupt keinen Groll."

Lucio: Schnelle Rache in der Königsklasse

Dass der ehemalige Defensivspezialist den Bayern so rasch verziehen hat, könnte mit der Genugtuung zusammenhängen, die Lucio gleich im ersten Jahr nach seinem Wechsel verspürte.

Bei seinem neuen Klub, Inter Mailand, feierte er 2010 das große europäische Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League. Besonders pikant: Im Finale der Königsklasse siegten die Italiener mit 2:0 gegen den FC Bayern, Lucios Ex-Klub.

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Im Anschluss an diesen Triumph gewann der heute 43-Jährige mit Inter noch fünf weitere Titel, bevor es ihn 2012 weiter zu Juventus Turin zog. Bei der alten Dame hielt es Lucio aber nur wenige Monate, sodass er zum Jahreswechsel nach Sao Paulo in seine Heimat wechselte. Nach Stationen in Indien und Brasilien beendete der zweikampfstarke Verteidiger seine Profikarriere schließlich vor drei Jahren.

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