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Robert Lewandowski: Matthäus verurteilt Bayern-Zurückhaltung im Vertragspoker

03.03.2022 um 08:23 Uhr
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Vor dem letzten Ligaspiel gegen Frankfurt wurde Lewandowski am Mikrofon von Sky darauf angesprochen, dass der FC Bayern sich ja sehr um eine Verlängerung seines bis 2023 gültigen Vertrages bemühe. Eine Aussage, die den Angreifer erstaunte. "Das höre ich zum ersten Mal", antwortete der Pole.

Dieser Kommentar überraschte nicht nur die Fans des deutschen Rekordmeisters. Zahlreiche Experten gingen davon aus, es gebe schon reichlich Kontakt zwischen den beiden Parteien. "Wie kann es dann also sein, dass der beste Fußballspieler der Welt davon bisher noch nichts gehört hat?", fragte Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne zu Recht.

Die Zeiten haben sich geändert

Der 60-Jährige lief selbst zwölf Jahre für die Bayern auf und ist aus seiner aktiven Zeit eine ganz andere Vorgehensweise gewohnt. "Ich wage zu behaupten, dass Uli Hoeneß auf die Frage nach Lewandowskis Zukunft den Reporter zumindest sprichwörtlich verschlungen hätte. Hoeneß hätte in so einem Interview nach dem Motto gehandelt: Fakten statt Floskeln."

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Ein renommierter Profi wie Robert Lewandowski, der in der Bundesliga erst im letzten Jahr die 40-Tore-Marke von Gerd Müller knackte, wäre an der Säbener Straße früher mit mehr Respekt behandelt worden, glaubt der deutsche Rekordnationalspieler. Lothar Matthäus unterstrich seine Behauptung mit einer Anekdote aus seiner Bayern-Zeit.

"Ich würde den Bayern in Sachen Lewandowski das raten, was Franz Beckenbauer mit mir gemacht hat. Ich war 37 Jahre alt, als Beckenbauer zu mir sagte: ,Lothar, du kannst das Ende deiner Vertragslaufzeit selbst eintragen.‘" So etwas würde Sportvorstand Hasan Salihamidzic heute sicherlich nicht machen.

Robert Lewandowski: Hintergrund

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