FC Bayern Schadenfreude? So urteilt Jerome Boateng über Bayerns neue Innenverteidigung

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In der Innenverteidigung müsse jetzt erst einmal etwas zusammenwachsen. "Gerade auf der Position gab es bei Bayern in den letzten Jahren meist Spieler mit jahrelanger gemeinsamer Erfahrung", erörterte Boateng im kicker. Bei ihm und Alaba sei der Erfolg auch nicht über Nacht gekommen. "Wir kannten uns sehr gut. Aber das braucht natürlich Zeit."

Die neuen Stammspieler im defensiven Abwehrzentrum der Bayern, Lucas Hernandez und Neuzugang Dayot Upamecano, stehen derzeit nach schlechten Leistungen unter Dauerbeschuss, weshalb ihnen gewiss keine allzu lange Gnadenfrist gestellt werden wird. Dabei zeigt ein Blick in die Serie A, dass sich dies durchaus auszahlen kann.

"Das beste Beispiel dafür sind aktuell Bonucci und Chiellini, die beide harmonieren einfach und kennen sich in- und auswendig, das spiegelt sich dann auf dem Platz wider", lobte Boateng das erfahrene Duo von Juventus Turin , das bei der EURO 2020 zusammen den Titel mit Italien gewann.

FC Bayern

Boatengs Zeit bei den Bayern nahm ein unwürdiges Ende

Jerome Boateng scheint keinen Groll mehr gegen den FC Bayern zu hegen, wenn er seine beiden Nachfolger so verteidigt. Dabei wurde der Weltmeister von 2014 in München regelrecht vom Hof gejagt. Ungeachtet seiner zahlreichen Verdienste um den Klub.

Der jetzige Spieler von Olympique Lyon holte mit dem deutschen Rekordmeister gleich zweimal das Triple (2013,2020) und gewann insgesamt 25 Titel. Sein Ansehen im Verein sank in den letzten Jahren aber mit zunehmender Dauer. 2019 legte ihm der damalige Präsident, Uli Hoeneß, schon einen Wechsel nahe, weil er wie "ein Fremdkörper" wirke.

Boateng blühte in der Folge unter Hansi Flick jedoch noch einmal auf und fand zurück zu alter Stärke. Im letzten Sommer war beim FC Bayern dennoch Schluss, da er kein interessantes Angebot mehr bekam, sodass er ablösefrei nach Frankreich wechselte.