Bundesliga

Shopping-Wahn: Ex-Bayern-Profi stellt Transfers infrage

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"Wenn man sich die einzelnen Transfers anschaut, muss sich noch zeigen, ob jeder einzelne Transfer Sinn macht", warnte Wagner im DAZN-Interview. Der gebürtige Münchener stellt darüber hinaus die Notwendigkeit der ausgedehnten Shopping-Tour infrage: "Macht es Sinn, de Ligt für 70 Millionen zu holen, wenn man Niki Süle hatte und ihn vielleicht hätte behalten können?"

Wagner zielte mit seiner Kritik nicht nur auf die Defensive seines Ex-Klubs ab. Musste in der Offensive etwa ein Mann wie Sadio Mane (30) her? "Mane ist ein großer Name, ein toller Spieler für die Bundesliga, aber auf den dribbelnden Positionen hat Bayern eigentlich nicht den ganz großen Bedarf gehabt", analysierte Wagner.

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Der Coach der Spielvereinigung Unterhaching stört sich aber nicht an allen Neuzugängen des deutschen Rekordmeisters. Noussair Mazraoui (24) hat es ihm sogar besonders angetan. "Den Zugang von Mazraoui finde ich herausragend. Das ist ein Sensationstransfer, denn auf der Rechtsverteidigerposition hatten die Münchner ein Problem nach vorne."

Der deutsche Meister gab in diesem Sommer bislang knapp 137,5 Mio. Euro für neue Spieler aus. Dass sich Sandro Wagner mit Noussair Mazraoui ausgerechnet einen ablösefreien Neuzugang als Favoriten herausgepickt hat, passt zu seiner Kritik an den hohen Ausgaben der Münchener.