Thomas Müller: Warum er den FC Bayern zweimal fast verlassen hätte

08.01.2022 um 14:08 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Redakteur
Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
thomas muller
Foto: Maciej Rogowski Photo / Shutterstock.com
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"Im Winter 2019/20 stand für mich ein Wechsel im Raum", blickt der deutsche Nationalspieler (110 Spiele, 42 Tore, 40 Vorlagen) im Kickbase Podcast zurück auf die Zeit unter dem damaligen Cheftrainer Niko Kovac.

Unter Kovac hatte Müller seinen Stammplatz verloren. Eine Aussage des Trainers sorgte damals für Wirbel. "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen", erklärte Kovac im Herbst 2019. Diese Worte waren für Müller das Signal, dass er etwas verändern müsse, wenn die Situation so bleibe.

Er fordere zwar keine Stammplatzgarantie, so der Torschützenkönig der WM 2010. Eine dauerhafte Rolle als Einwechselspieler wäre für ihn allerdings keine Option gewesen. Dafür hätte er " deutlich zu viele Hummeln im Arsch" gehabt.

Persönliche Differenzen mit Kovac gab es laut Müller nicht: "Ich habe mit dem Trainer nie ein Problem gehabt." Der Trainer sei für die Aufstellung verantwortlich und könne seine eigenen Entscheidungen treffen.

Kovac musste Ende 2019 seine Koffer packen. Unter Nachfolger Hansi Flick schaffte Müller schnell wieder den Sprung in die Startformation. Der Routinier entpuppte sich schnell als Leistungsträger und legte seit Flicks Amtsübernahme 98 Torbeteiligungen in 107 Pflichtspielen hin.

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"Hoffenheim wollte mich"

Zehn Jahre vor Kovacs Entlassung stand bereits einmal ein Abschied von Müller im Raum. "Klinsmann konnte mich zu der Zeit nicht gebrauchen und da stand ich kurz vor einem Transfer", berichtet der Stürmer. Hoffenheim zeigte Interesse.

Die Forderung des deutschen Rekordmeisters war allerdings zu hoch. " Es war dann so, dass Bayern Hoffenheim eine Summe genannt hat – irgendwas zwischen zwei und fünf Millionen – und Hoffenheim fand das dann zu teuer", so Müller, der nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann und der Amtsübernahme von Louis van Gaal seinen großen Durchbruch in der Bundesliga schaffte.

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