Kniff im Vertragspoker: Falscher Präsident half den Bayern bei Kingsley Coman

11.01.2022 um 07:23 Uhr
von Kevin Richau
Redakteur
Berichtet seit 2021 für Fussballeuropa.com über den internationalen Fußball.
kingsley coman
Foto: ph.FAB / Shutterstock.com
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Michael Reschke ist ein Fußballfunktionär, der in Deutschland hohes Ansehen genießt. Besonders durch seine Arbeit bei Bayer Leverkusen sorgte er mit Transfers von Bernd Leno, Stefan Kießling und Arturo Vidal für Aufsehen. Den größten Clou hob er sich aber für seine Zeit beim FC Bayern auf.

Im Sommer 2015 wollte der deutsche Rekordmeister Kingsley Coman von Juventus Turin für zwei Jahre ausleihen. Reschke, der von 2014 bis 2017 als technischer Direktor an der Säbener Straße tätig war, führte die Verhandlung und hatte trotz seines immensen Erfahrungsschatzes große Probleme damit.

"Es wurde durch Nachforderungen vonseiten Comans und seiner Berater immer komplexer und schwieriger", erinnert sich Reschke bei Bild TV. "Dann habe ich einen kleinen Kunstgriff genommen, der Frische gezeigt hat und letztlich zum Umsetzen des Transfers geführt hat."

Der 64-Jährige bat Pressesprecher Stefan Mennerich den Vereinspräsidenten zu spielen und gab ihm dafür exakte Instruktionen. "Bei jeder Nachforderung, die kommt, die ich mit dir abspreche, schlägst du mit der flachen Hand auf den Tisch und sagst: 'No, Finito!'"

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Dieser Trick zeigte Wirkung. "Stefan hat seine Rolle perfekt gespielt. Wir konnten dann zu sehr vernünftigen Verhandlungsergebnissen den Deal abschließen."

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