FC Everton :Everton kaufte für 160 Millionen ein - doch die Stimmung ist düster

ronald koeman
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Mit acht Punkten und fünf Toren nach acht Spielen ist Everton Tabellen-16. der Premier League, mit einem Punkt nach drei Spielen vor dem Aus in der Europa-League-Gruppenphase. Kein Wunder, dass die Stimmung so langsam aber sicher kippt.

Am besten war dies am Donnerstagabend während des Duells gegen Olympique Lyon zu sehen. In der 64. Minute wurde Gäste-Keeper Anthony Lopes von Evertons Ersatz-Kapitän Ashley Williams mit einem rücksichtslosen Ellbogencheck niedergestreckt.

Daraus entwickelte sich eine Rudelbildung vor der Tribüne, an deren Ende ein Fan mit Kind auf dem Arm der Hausherren den Lyon-Torwart fast brutal ins Gesicht schlug.

Die Partie verloren die Engländer schließlich 1:2, gegen den besagten Fan wurde ein Stadionverbot angekündigt. "Das ist Fußball", kommentierte Williams die Szene achselzuckend.

"Es ist, was es ist. Wir wollten das Spiel gewinnen, sie wollten das Spiel gewinnen. So was passiert halt." Auch Coach Ronald Koeman sprach ähnlich milde von einer "Irritation", die Williams ausgelöst habe, "weil er ein Spieler ist, der gerne gewinnt".

Hintergrund


Vor allem das Schiedsrichter-Gespann sorgte noch für Umut bei Everton. "Ich weiß, der Referee war Niederländer", so der Niederländer Koeman über Bas Nijhuis.

"Aber er hat es versäumt, irgendwas gegen die zehn Schwalben von Nabil Fekir (Lyons 1:0-Torschütze, d.Red.) zu unternehmen. Und dann die Nachspielzeit: Nur fünf Minuten! Es gab sechs Wechsel - das sind schon mal drei Minuten. Dann diese Rudelbildung - das sind vielleicht zwei. Und dann gab es, glaube ich, acht Verletzungsunterbrechungen. Fünf Minuten? Also bitte."