Nach Zukunftstagung :"Fehdehandschuh geworfen": Bayern-Boss Rummenigge zürnt nach Liga-Gipfel

karl heinz rummenigge sauer
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Am Frankfurter Flughafen fanden am Mittwoch 15 von 36 Profiklubs zusammen, um über die Zukunft des deutschen Fußballs zu beraten. Und die restlichen Klubs? Die waren nicht eingeladen, weil sie zuvor ein Positionspapier an das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) entsendet hatten, das eine Umverteilung der nationalen und internationalen TV-Einnahmen fordert.

"Es war ein erstklassiges, harmonisches, fruchtbares und sehr gutes Treffen", zog Initiator Karl-Heinz Rummenigge laut KICKER nach dem Treffen ein erstes Resümee. "Wir haben uns über verschiedene Themen ausgetauscht, und wir haben den Wunsch, wenn notwendig, dies auch in Zukunft zu wiederholen." Eine "G15", von der im Boulevard bereits die Rede war, sei man allerdings nicht.

Rummenigge und Co. seien immer bereit, jene Gruppe zu vergrößern, wie der Manager des FC Bayern sagt. Er wolle jedoch, dass der "Impuls durch das Versenden von Positionspapieren in dieser Republik unterbleibt, denn diesen Solidarpakt haben nicht wir gebrochen, sondern dies sehen wir bei den vier Bundesligisten und zehn Zweitligisten - sie haben den Fehdehandschuh in den Ring geworfen".

karl heinz rummenigge 2020
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Die Opposition besteht aus den vier Bundesliga-Klubs VfB Stuttgart, FC Augsburg, Mainz 05 und Arminia Bielefeld sowie zehn Zweitligisten. Die Verteilung der TV-Gelder wurde jedoch nicht groß diskutiert, wie Rummenigge zu verstehen gibt. Man sehe den Kompetenzbereich beim DFL-Präsidium.

Hintergrund


Am Dienstag habe Rummenigge eine gute Unterredung mit Thomas Hitzlsperger, Vorstand des VfB Stuttgart, geführt. In diesem habe der Bayern-Boss dargelegt, dass er es nicht verstehen könne, warum der VfB das Positionspapier unterschrieben habe.

In der Vergangenheit sei es immer die Stärke der DFL gewesen, dass alle 36 Klubs an einem Strang ziehen. "Das ist nicht das, was wir uns unter Zusammenarbeit vorstellen", sagte Rummenigge. "Ich habe das Thomas auch so erklärt. Und ich sage mal, dass in der Vergangenheit aus manchem Saulus auch ein Paulus wurde."