Schweden :Fehlstart der US-Stars: Weltmeisterinnen unterliegen Schweden 0:3

sid/b9adda2ff9ef96f0777a2a161be3c88c67c3e7ab
Foto: AFP/SID/YOSHIKAZU TSUNO
Werbung

Die Weltmeisterinnen verloren zum Auftakt ihrer Gold-Mission gegen Schweden 0:3 (0:1) und kassierten nach 44 Spielen erstmals wieder eine Niederlage.

Stina Blackstenius (25./55.) und Lina Hurtig (72.) schockten im Tokyo Stadium den viermaligen Olympiasieger, der seit Januar 2019 ungeschlagen und als Topfavorit nach Japan gereist war. Die Schwedinnen hatten die Goldjagd der USA bei den Sommerspielen vor fünf Jahren im Viertelfinale beendet.

In den weiteren Gruppenspielen gegen Australien und Neuseeland steht das US-Team von Coach Vlatko Andonovski bereits gehörig unter Druck. Im direkten Duell der beiden Teams setzte sich Australien 2:1 (2:0) durch.

Vor dem Anpfiff waren die Spielerinnen beider Teams auf die Knie gegangen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Den ersten Treffer des Olympia-Turniers hatte zuvor Doppeltorschützin Ellen White (18./72.) für die britische Auswahl beim 2:0 (1:0) gegen Chile in Sapporo erzielt. Auch hier zeigten Spielerinnen beider Teams vor der Partie den Kniefall als Geste.

Kanada kam im zweiten Spiel der Gruppe gegen Japan nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Für die Olympia-Dritten von 2016 traf Rekordnationalspielerin Christine Sinclair (6.) zur frühen Führung. Mina Tanaka vergab einen Elfmeter (53.), Mana Iwabuchi erzielte sechs Minuten vor Schluss doch noch den Ausgleich.

Hintergrund


Die Brasilianerinnen wurden derweil ihrer Favoritenrolle gegen China mehr als gerecht. Beim 5:0 (2:0) im Miyagi Stadium erzielte Star-Stürmerin Marta ihre Olympia-Tore elf und zwölf (9./74.).

Auch die Europameisterinnen und Vize-Weltmeisterinnen aus den Niederlanden starteten mit einem 10:3 (6:1) gegen Außenseiter Sambia furios ins Turnier. Rekordtorschützin Vivianne Miedema traf viermal. 

Die deutsche Auswahl hatte nach Gold in Rio de Janeiro die Qualifikation für Tokio durch das Viertelfinal-Aus gegen die Schwedinnen bei der WM 2019 verpasst.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die umstrittene Regel 50 bezüglich Protesten und politischen Meinungsäußerungen vor kurzem gelockert. Somit ist auch der Kniefall vor Spielbeginn gestattet. Politische Äußerungen bei Veranstaltungen, Siegerehrungen und im Olympischen Dorf sind weiterhin tabu.