Chelsea :FIFA kämpft gegen Leihspieler-Praxis

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Dem Entwurf, der dem FIFA Council vorliegt, sieht vor, dass auf internationaler Ebene nur noch acht Spieler ge- oder verliehen werden dürfen. Ab dem Jahr 2022 soll die Zahl auf sechs sinken. Betroffen sind alle Spieler ab 22 Jahren.

Auf auf nationale Ebene sollen die neuen Regeln umgesetzt werden. Dazu setzt die FIFA den Verbänden eine Frist von drei Jahren. Mit der Anpassung will der Weltverband "einen berechtigen Zweck hinsichtlich der Entwicklung junger Spieler" fokussieren, heißt es in einer Mitteilung.

In den vergangenen Jahren sorgte vor allem der FC Chelsea mit seiner "Loan Army" für Schlagzeilen. Aktuell sind 14 Profis der Blues an andere Vereine verliehen.

Dabei ist nur Ethan Ampadu jünger als 22 Jahre. Der 19-Jährige spielt bei RB Leipzig. Manchester City hat sogar einen Profi verliehen, wobei sechs Spieler gegen die Altergrneze verstoßen.

In der Bundesliga steht Werder Bremen mit 17 Leihgeschäften an der Spitze, wobei zwölf von den Norddeutschen verliehen wurden sind und fünf selbst bei den Grün-Weißen gegen den Abstieg kämpfen.

Die meisten Leihspieler im Kader hat Fortuna Düsseldorf. Acht Profis sind nicht permanent bei den Rheinländern unter Vertrag.

Große Einschnitte durch die neuen FIFA-Regeln dürfte es in Italien geben. Das dortige Transfersystem in den oberen Ligen stützt sich auf ein komplexes Leihkonstrukt mit Kaufoptionen und –pflichten.

Atalanta Bergamo hat so vier geliehene Spieler im Team, aber auch sage und schreibe 55 verliehene Spieler in der Statistik stehen.