Dauerpatient im Winter weg? :Gareth Bale: Verhandlungen mit einem alten Bekannten laufen

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Foto: Cosmin Iftode / Dreamstime.com

Im Champions-League-Finale 2018 war Gareth Bale der Matchwinner. Gegen Liverpool erzielte er einen Doppelpack, nachdem er eingewechselt worden war.

Doch nach der Partie polterte Bale: Der Waliser deutete auf seine unbefriedigende Spielzeit unter Zinedine Zidane hin und liebäugelte mit einem Vereinswechsel.

Es kam anders. Cristiano Ronaldo wechselte den Klub, trägt seit 2018 das Trikot von Juventus Turin. Gareth Bale hingegen blieb bei Real in der Hoffnung, nun DER Superstar an der Concha Espina zu sein.

Was neben Cristiano Ronaldos Abschied Bales Hoffnung nährte: Zinedine Zidane trat nach dem dritten Königsklassen-Titel in Serie zurück. Der Franzose ist bekanntlich kein Riesen-Fan von Bale.

Hintergrund


Nach einer Katastrophensaison beim spanischen Rekordmeister ist jedoch Zidane zurück im Bernabeu. Und der Starcoach machte schnell deutlich: Bale soll gehen.

Lange sträubte sich der Waliser gegen einen Abschied, verhandelte dann aber doch mit Shanghai Shenhua über einen Wechsel.

Die Chinesen offerierten Bale Medienberichten zufolge 25 Millionen Euro netto pro Jahr - knapp acht Mio. mehr als Bales derzeitiger Verdienst.

Real Madrid verlangte für den einstmals teuersten Kicker der Welt (101 Millionen Euro Ablöse) eine Transferentschädigung von 30 bis 40 Millionen Euro. Diese Ablösesumme wollte Shanghai Shenhua aber nicht zahlen.

Wegen der Regularien des chinesischen Verbands fällt bei der Verpflichtung von Spielern aus dem Ausland ein einhundertprozentiger Aufschlag an - Bale hätte also bis zu 80 Mio. gekostet.

Gareth Bale blieb bei Real Madrid und kämpfte sich in die Startelf. Seine Bilanz ist durchaus ordentlich: Zwei Tore und zwei Vorlagen in sechs Spielen.

Dennoch will Bale weg. Laut MARCA strebt er einen Winter-Wechsel an, da ihm die Wertschätzung fehle. Berater Jonathan Barnett sondiert bereits den Markt.

In Shanghai Shenhua hat sich ein Alter Bekannter gemeldet. Gespräche über eine Zusammenarbeit zum Start der neuen Saison der Chinese Super League im Frühjahr 2020 laufen bereits.

Real Madrid hofft, Bale loszuwerden. Nicht nur weil er das Gehaltsbudget mit 34 Millionen Euro brutto pro Jahr belastet, sondern auch weil seine Verletzungsanfälligkeit nicht enden will.

Seit seiner Ankunft 2013 hat Gareth Bale lediglich 53% der möglichen Spielminuten absolviert.

In sechs Saisons fehlte er 26-mal verletzt. Auch derzeit ist Bale außer Gefecht. Geht es nach Real, dann spielt der Dauerpatient bald außerhalb Madrids.

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