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Paris Saint-Germain :Geplatzte Transfers: Thomas Tuchel wird deutlich

  • Fabian Biastoch Sonntag, 03.02.2019

Die Stimmung bei Paris Saint-Germain ist nach den Enttäuschungen der vergangenen Tage und Wochen auf dem Transfermarkt im Keller.

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Seit Monaten gärt es bei Paris Saint-Germain. Nun werden die Fronten zwischen Trainer und Sportdirektor immer härter.

Thomas Tuchel habe einige Wünsche im Sommer und auch jetzt im Januar gehabt, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Olympique Lyon.

"Wir müssen das Beste für den Verein tun. Ich weiß nicht, ob der letzte oder die letzten beiden Tage die besten waren, um die Lösungen zu finden", so der Trainer vielsagend.

Seit Wochen wird in französischen Medien von einem Zerwürfnis zwischen Tuchel und Sportdirektor Antero Henrique berichtet.

So habe der Portugiese Thiago Mendes (26, LOSC Lille) und Luciano Acosta (24, D.C. United) verpflichten wollen, doch der Ex-Dortmunder sein Veto eingelegt.

Am Ende kam in letzter Minute Leandro Paredes für bis zu 47 Millionen Euro von Zenit St. Petersburg.

Nach der Suspendierung von Adrien Rabiot hatte Tuchel aber immer lauter nach neuen Spielern gerufen, um den Ansprüchen gerecht zu werden.

Zumal jetzt auch noch Superstar Neymar wochenlang ausfallen wird.

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"Das Wichtigste für einen Coach ist es, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die möglich sind. Ich arbeite mit den Spielern, die da sind", sagte ein unzufriedener Coach weiter.

Die Zukunft von Henrique scheint ab dem Sommer auch nicht mehr in der französischen Hauptstadt zu liegen.

Die Rückendeckung habe im Verein nach dem verpassten Transfer von Frenkie de Jong – der Holland-Youngster zog einen Wechsel zum FC Barcelona vor – erheblich abgenommen.

Der PSG-Sportdirektor wird intern für den misslungenen Transfer verantwortlich gemacht.

Auch Julian Weigl vom BVB, den Tuchel unbedingt holen wollte, oder Renato Sanches aus München kamen im Januar nicht zum französischen Meister.

Schon im Sommer hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß ziemlich deutlich die Arbeit Henriques kritisiert. Damals standen Bayern und PSG in Verhandlungen um Jerome Boateng.

"Ich würde Paris Saint-Germain raten, seinen Sportdirektor auszutauschen. Dieser Mann ist kein Aushängeschild für diesen Verein. Wenn PSG ein Weltklub sein will, kann sich der Verein einen solchen Sportdirektor nicht leisten", polterte Hoeneß.

Angeblich soll Henrique im Sommer dann auch von Arsene Wenger, dem ehemaligen Trainer des FC Arsenal, ersetzt werden.

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