"Hatten eine Blockade" :Gerard Pique erklärt Barça-Aussetzer gegen Liverpool


Nach dem 0:3 gegen die AS Rom ist der FC Barcelona in diesem Jahr 0:4 beim FC Liverpool untergegangen und aus der Champions League ausgeschieden. Gerard Pique spricht über die Gründe.

  • Fabian BiastochSamstag, 25.05.2019
Foto: CosminIftode / Shutterstock.com
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Das Aus des FC Barcelona im Champions-League-Halbfinale beim FC Liverpool hatte laut Gerard Pique vor allem mentale Gründe.

"Ich denke die Spieler waren psychologisch beeinträchtigt von dem, was in Rom geschehen war. Es war eine mentale Blockade", gab der Verteidiger in EL PAIS offen zu.

"Nach dem ersten Gegentor, das wir so früh kassierten, erschien einem unbewusst das Bild aus Rom vor Augen. Als wir dann zwei schnelle Gegentore [in Halbzeit zwei] kassierten, war alles viel zu ähnlich zu dem, was letztes Jahr passierte."

Das habe die Spieler zu sehr an die Niederlage gegen die Roma erinnert, so sehr, dass sie wie versteinert auf dem Platz standen.

"Es fehlte an allem", bekannte Gerard Pique aber dann auch keinen guten Tag des FC Barcelona.

"Liverpool presste sehr hoch, sehr intensiv, und Anfield spielte auch eine Rolle. Wir haben es nicht hinbekommen. Manchmal passiert so etwas. Es war ein sehr schlimmer Tag."

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Dabei sind die Katalanen als frischgebackene spanische Meister in die Partien gegangen, wollten einen weiteren Grundstein für das Triple legen. Nun stehen sie vor einem Scherbenhaufen.

"Diese Pleite wird andauern", ist sich Pique sicher. "Ja, es war eine unserer schlimmsten Niederlagen. Manchmal musst du im Sport ins Gras beißen. Es war ein Alptraum, aber wir müssen es verarbeiten, denn es könnte wieder passieren."

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Nun gehe es aber weiter und die Spieler dürften sich nicht quälen.

Auch wenn Ernesto Valverde zuletzt stark in der Kritik stand, bricht Pique für seinen Coach eine Lanze.

Die Mannschaftsführung des 55-Jährigen sei "exzellent" und er habe geholfen, Barca "auf ein höheres taktisches Level zu kommen und Titel zu gewinnen".

Dennoch fordern einige Fans einen Wechsel an der Seitenlinie, weil sie sich nach dem Fußball Pep Guardiolas sehnten.

Dessen Spielweise sei spielerisch die Beste gewesen, gab auch Pique zu.

"Diese Debatte wird also immer da sein, egal, wer Trainer ist", ergänzte er. "Ich kann versichern, dass Valverde den gleichen Stil spielen lassen will. Ich bin in der Umkleidekabine und ich weiß, was er uns übermittelt."

Außerdem könne Barcelona nicht mehr jenen Guardiola-Fußball 1 zu 1 spielen.

"Heutzutage rücken viele Gegner auf, es ist viel komplizierter, von hinten aufzubauen", weiß der Abwehrspieler.

"Vorher war der Einsatz eines Torhüters im Spielaufbau leicht, jetzt ist es fast kaum noch möglich. Vorne stehen dann drei Angreifer gegen drei Verteidiger und manchmal ist es daher gut, einen langen Ball nach vorne zu spielen. Es gibt viele Nuancen und Variablen im Fußball."

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