Verhandlungen laufen :Lionel Messi will zu ManCity – Guardiola der Hauptgrund

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Foto: Marca / imago images

Das Messi-Beben beherrscht weiter die Schlagzeilen der internationalen Sportpresse. Der Superstar hat Barcelona seinen Abschiedswunsch übermittelt, will Gebrauch von seiner Sonder-Klausel machen, die ihm zu jedem Saisonende ein Kündigungsrecht einräumt.

Barça will La Pulga aber nicht abgeben, verweist auf den bis 2021 gültigen Vertrag des Ausnahmekickers und die am 10. Juni abgelaufene Klausel. Messi pocht darauf, dass die Saison wegen Corona bis August dauerte, die Klausel daher noch gültig sei.

Noch herrscht Hoffnung bei den Vereinsoberen, dass Messi umgestimmt werden kann. Sportdirektor Ramon Planes erklärte am Mittwoch: "Unsere Idee ist es, ein Team um den besten Spieler der Welt aufzubauen".

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Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

Doch der Bruch zwischen Messi und Barça ist endgültig. Laut SPORT würde selbst ein zeitnaher Rücktritt der Bosse um Präsident Josep Maria Bartomeu nichts an seinem Wunsch nach einem Vereinswechsel ändern. Doch wohin zieht es Messi? Drei Top-Klubs werden als Abnehmer gehandelt.

Hintergrund


Inter, ManCity oder PSG: Wohin zieht es Messi?

Inter Mailand gilt als Langzeitbewunderer des Argentiniers. Inter buhlte bereits vor mehr als zehn Jahren um Messi. Der damalige Nerazzurri-Boss, Massimo Moratti, glaubt an einen neuen Versuch von Inter ("Das lässt mich glauben, dass sie bereits mindestens einen Versuch unternommen haben. Wenn nicht, dann werden sie es bald versuchen").

Aufgrund der Steuergesetzgebung in Italien hat Inter Mailand einen Vorteil gegenüber Manchester City. Ausländische Fachkräfte, die neu ins Land kommen, müssen in den ersten Jahren ihr Einkommen nur mit einem reduzierten Satz versteuern. Heißt: Es bleibt deutlich mehr netto vom brutto.

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Foto: Paolo Bona / Shutterstock.com

Davon profitiert unter anderem Cristiano Ronaldo. Der fünffache Weltfußballer kassiert bei Juventus Turin derzeit 31 Millionen Euro netto pro Jahr, ist damit deutlich Topverdiener der Serie A. Er erhält zehn Millionen mehr als zuvor bei Real Madrid.

Der Spielerberater Josep Maria Minguella sieht Messi bereits in Mailand. "Für mich hat Messi bereits ein Team: Inter", sagte er gegenüber CADENA COPE. "In Italien würde er weniger Steuern zahlen. So wie es bei Cristiano ist."

Manchester City Favorit im Werben um Messi

Manchester City scheint aber der Favorit im Werben um Messi zu sein. La Pulga soll in der vergangenen Woche mit seinem Ex-Coach Pep Guardiola (49) telefoniert haben. Guardiola hatte den jungen Messi einst zum Fixpunkt der Barça-Offensive gemacht, beide gewannen zwischen 2008 und 2012 gemeinsam 14 Titel, darunter zwei Champions-League-Titel.

Laut Mario Bechler will Messi zu ManCity und wieder mit Guardiola zusammenarbeiten. Der brasilianische Journalist berichtete früher als alle anderen über Messis Abschiedswunsch. Einst sagte er auch den Abschied von Neymar zu Paris Saint-Germain voraus. MUNDO DEPORTIVO schreibt, die erneute Zusammenarbeit mit Guardiola sei "der Hauptgrund", warum Messi zu ManCity wolle.

Laut Francesc Aguilar von EL MUNDO hat City-Geschäftsführer Ferran Soriano Messi versichert, dass man ihn auch verpflichten würde, wenn er nicht ablösefrei gehen kann.

Manchester City will nach Informationen von MUNDO DEPORTIVO in der kommenden Woche mit einem Angebot beim FC Barcelona vorstellig werden. Angeblich fordern die Katalanen eine neue Weltrekord-Ablösesumme für die Messi-Freigabe (Neymar ist mit einer Ablöse von 222 Millionen Euro derzeit der teuerste Fußballer der Welt).

Lionel Messi: Tauschgeschäft mit Manchester City?

Womöglich nutzt Barça den drohenden Messi-Abschied, um den Umbruch einzuleiten und Tauschgeschäfte mit City abzuwickeln. Innenverteidiger Eric Garcia (19, Vertrag bis 2021) steht hoch im Kurs bei Barça, ebenso wie Linksverteidiger Angeliño (23, Vertag bis 2023) und Gabriel Jesus (23, Vertrag bis 2023).

Der brasilianische Mittelstürmer sollte bereits 2016 kommen, die Katalanen holten aber letztendlich Paco Alcacer als Suarez-Backup. Während Alcacer floppte, schlug Gabriel Jesus bei ManCity ein. Die Blaugrana verfolgen den Werdegang des Südamerikaners nach wie vor und haben ihn nun dem Vernehmen nach als Nachfolger für Luis Suarez (33, Vertrag soll aufgelöst werden) im Visier.

Unterschreibt Messi bis 2023 bei Manchester City?

Verhandlungen zwischen ManCity und Messis Berater Jorge laufen laut TYC SPORTS und RAC1. Wie ESPN berichtet, soll Messi in Manchester einen Dreijahresvertrag erhalten.

Anschließend soll der viermalige Champions-League-Sieger für zwei Jahre beim Schwesterverein New York City FC unterschreiben. Die Messi-Seite soll in den Gesprächen darauf bestehen, dass Pep Guardiola seinen 2021 auslaufenden Vertrag verlängert.

Zu teuer! PSG verzichtet auf Messi-Angebot

Kein Interesse an Messi hat indes angeblich Paris Saint-Germain. Der Champions-League-Finalist soll sich der L'EQUIPE zufolge dagegen entschieden haben, um den sechsfachen Weltfußballer zu buhlen. Finanziell sei eine Verpflichtung des Argentiniers "unmöglich", zitiert die französische Sportzeitung eine Quelle von PSG.

Selbst wenn Messi Barça ablösefrei verlassen könnte, würde Paris Saint-Germain demnach abwinken. Messis Gehalt sei zu hoch. Mit Neymar (36 Millionen Euro Jahresgage) hat PSG bereits einen absoluten Großverdiener in seinen Reihen. Kylian Mbappe kassiert derzeit 18 Millionen Euro pro Jahr, soll aber nach seiner geplanten Vertragsverlängerung in Neymars Sphären aufsteigen. Messi, der ohne Prämien ein Grundgehalt von 35 Mio. netto kassiert, würde beide toppen.

Jetzt lesen: Die Hintergründe für Messis Bruch mit Barça

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