Barça-Wahlkampf :Guardiola, Xavi, Puyol: Victor Font macht große Versprechen - und kassiert prompt die erste Absage

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Der Wahlkampf läuft! Wenige Tage, nachdem der umstrittene Präsident Josep Maria Bartomeu seinen Rücktritt erklärt hatte, wartet Nachfolgekandidat Victor Font mit der Idee auf, Pep Guardiola zurück zum FC Barcelona zu holen. Die werbewirksame Maßnahme hätte jedenfalls einen triftigen Grund.

Font will damit erwirken, Lionel Messi von einem Verbleib in Kataloniens Hauptstadt zu überzeugen. "Viele der fähigsten Leute, die über unseren Stil Bescheid wissen, sind auch Fans und lieben diesen Klub", erläutert Font gegenüber SKY SPORTS. Xavi, Andres Iniesta und Carles Puyol möchte der 48-Jährige ebenfalls wieder in irgendeiner Form bei Barça implementieren.

"Keiner von ihnen arbeitet aktuell bei Barça. Wir müssen sie zurückbringen, um wieder wettbewerbsfähig zu sein", drückt Font nach, der für die kommende Präsidentschaftsperiode als aussichtsreichster Kandidat gilt.

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"Wir werden ohne Zweifel erreichen, dass Messi bleibt"

"Messi muss nur wissen, dass er Teil eines wettbewerbsfähigen Projekts ist, das danach strebt, die nächste Champions League zu gewinnen", sagt Font. "Sollten wir (sein Präsidentschaftsstab; Anm. d. Red.) die Ehre haben, die Geschicke beim FC Barcelona zu übernehmen, werden wir ohne Zweifel erreichen, dass Messi bleibt."

Hintergrund


Was Messi und Guardiola schon mal eint, sind deren am 30. Juni 2021 endende Arbeitsverträge. Ob bei Messi nach dem ganzen Drama in den vergangenen Wochen und Monaten noch mal ein Umdenken in Sachen Verlängerung stattgefunden hat, wird sich weisen.

Pep Guardiola sagt Barça vorerst ab

Die erste Absage handelte sich Victor Font bereits von Pep Guardiola ein. "Ich bin unfassbar glücklich hier. Ich bin froh in Manchester zu sein und ich hoffe, dass ich in dieser Saison gute Arbeit leisten und länger bleiben kann", erklärte der Katalane am Freitag.

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Im Sommer hatte bereits Guardiolas Berater Josep Maria Orobitg in Bezugnahme auf die Spekulationen um einen Abschied des Starcoachs von Manchester City klargestellt: "Pep macht zu 100 Prozent bei City weiter".

Jordi Cruyff würde gerne für Barça arbeiten

Ein ehemaliger Blaugrana-Profi bekundet indes Interesse an einer Barça-Rückkehr: Jordi Cruyff, Sohn von Barça-Übervater Johan Cruyff (†68).

Gegenüber CADENA SER erklärte der Niederländer auf die Möglichkeit angesprochen, Barça-Sportdirektor zu werden: "Das ist etwas, das mich begeistert." Er sei auch Trainer, aber habe das Sportmanagement immer gemocht und sei darauf vorbereitet, als Manager zu arbeiten.

Jordi Cruyff (46) trainiert aktuell den Shenzhen FC in der Chinese Super League. Als Sportdirektor sammelte er von 2010 bis 2017 Erfahrungen bei AEK Larnaka und Maccabi Tel Aviv.