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BVB-Boss Watzke :»Wir wollen keinen Scheich oder Oligarchen

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Foto: Fingerhut / Shutterstock.com
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Noch ist die Spielzeit aber noch gar nicht vorbei, immerhin steht das Pokalfinale gegen Bayern München, der "aktuell vielleicht besten Mannschaft der Welt" noch auf dem Borussenprogramm.

"Wenn wir am 17. Mai schon mal in Berlin sind, wollen wir den DFB-Pokal auf jeden Fall mit nach Hause nehmen", sagte BVB-Geschäftsführer Watzke auf der Vereinshomepage: "Diese Trophäe wäre der krönende Abschluss einer Klasse-Saison."

Immerhin könnte man so eine Spielzeit mit einer Verletzungsmisere, "wie ich sie persönlich noch nie erleben musste", noch mit einem Titel abschließen. Selbst wenn der Pokal nach München zurückgeht, zeigte sich der Dortmunder Boss zufrieden.

In der Bundesliga ist Platz zwei gesichert, Pokalfinale erreicht und in der Champions League schied man nach einer starken Leitung im Rückspiel und "sehr, sehr viel Pech" erst im Viertelfinale aus.

"Zur kommenden Saison werden wir nun mindestens in Lostopf 2 vertreten sein", erklärte Watzke: "Auch das ist eine Konsequenz des attraktiven, intensiven, emotionalen Fußballs, für den wir stehen."

Dortmund steht aber auch dafür, dass der Etat in jedem Jahr im Vergleich zu den Großen Europas gering ist. 70 Millionen Euro seien es in der laufenden Spielzeit. Dennoch kamen der Erfolg und ausreichend Sponsorengeld. "Wir bleiben gesund", machte der Unternehmer unmissverständlich deutlich, "und hochambitioniert. Es gibt für uns Jahr für Jahr mehr Möglichkeiten."

So ist der Klub auch weiterhin für die aufstrebenden Stars in den eigenen Reihen attraktiv genug. Einen Abschied von Marco Reus (24), der angeblich auf der Insel ein heißer Kandidat bei zahlreichen Klubs sein soll, hat Watzke gar nicht im Sinn. "Ich bin mir sicher, dass Marco noch große Erfolge mit dem BVB feiern wird", gab er sich zuversichtlich.

Und weiter: "Im Übrigen: Wie eindeutig sich Jürgen Klopp (46) und zum Beispiel Mats Hummels (25) in den vergangenen Wochen wieder und wieder zum BVB bekannt haben, gefällt uns sehr." Der Coach wurde mit Manchester United in Verbindung gebracht, der Nationalspieler schon seit Längerem mit dem FC Barcelona.

Da ist auch der Blick in die Zukunft rosarot – oder eben schwarz-gelb erfolgreich: "Unsere Kultur ist, dass wir keinen Scheich und keinen Oligarchen wollen. Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen", legte er sich fest: "Wenn wir uns personell noch einen Tick besser aufstellen und wir von solchen dramatischen Verletzungen verschont bleiben, habe ich jetzt schon das Gefühl, dass wir uns weiterhin vor niemandem verstecken müssen."

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