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Hans-Joachim Watzke :Gündogan wird nicht ablösefrei gehen

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Foto: Fingerhut / Shutterstock.com
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"Als Zwischenstand ist der vierte Platz, auf dem wir stehen, noch akzeptabel", erklärte Hans-Joachim Watzke im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung": "In der Endplatzierung können wir als Borussia Dortmund aber nicht mehr mit Platz vier zufrieden sein. Das ist nicht mehr unsere Zielsetzung."

Das Ziel müsse die "direkte" Qualifikation für die Champions League sein, auch für die laufende Spielzeit. "Idealerweise als Zweiter", erhöhte der Dortmunder Macher den Druck, "das ist keineswegs außer Reichweite. Ich erwarte natürlich, dass wir in der Rückrunde besser spielen."

Besser Spielen ist aber nur ein Schritt zum Erfolg. "Die absolute Gier, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen", nannte Watzke als Schlüssel zum Sieg. Diese Prämissen hat der BVB in den meisterlichen Jahren 2011 und 2012 überragend gezeigt, damit die Bundesliga dominiert und im letzten Spiel vor der Winterpause komplett vermissen lassen.

"Die Mannschaft ist zusammen 128 Kilometer gerannt, wir waren aber nicht in der Lage, unseren 1:0-Vorsprung zu verteidigen", bemängelte der 54-Jährige das Spiel gegen Hertha BSC Berlin: "Das hat mir nicht gefallen. Da müssen wir aufpassen, dass keine Selbstzufriedenheit aufkommt."

Die vor der Verletzungsmisere möglichen hohen Siege, zum Beispiel gegen den Hamburger SV oder den FC Augsburg, wurden auch nicht bemängelt, erinnerte Watzke und nahm daher seinen Trainer komplett aus der Schusslinie: "Jürgen Klopp fehlten sechs oder sieben Stammspieler, ihm waren die Hände gebunden. Für spielerische Abläufe braucht es Automatismen, die nicht mehr so gut funktionieren, wenn man dauernd anders aufstellen muss."

Die Verletzungsmisere wird mit Beginn der Rückrunde zumindest zu einem großen Teil vorüber sein, denn Marcel Schmelzer und auch Mats Hummels ackern hart für ihr Comeback, Ilkay Gündogan ist ebenfalls auf dem besten Weg Richtung Rückkehr auf den Platz.

In Bezug auf die Vertragsverhandlungen mit dem Mittelfeldspieler erwarte Watzke "zeitnah eine Entscheidung", betonte aber auch, dass "in letzter Konsequenz nur er entscheidet, ob er seine Entwicklung bei uns vorantreiben will".

Sollte er sich doch gegen ein neues Arbeitspapier ab Sommer 2015 entscheiden, dann "müsste man sich mit einem Verkauf Gündogans beschäftigen", denn einen zweiten Fall Robert Lewandowski soll es nicht geben.

Der polnische Torjäger kann nach der Saison ablösefrei gehen. Dennoch sei der Verbleib des Stürmers "goldrichtig" gewesen. "Er schießt für uns wichtige Tore, arbeitet wahnsinnig hart und ist aus unserer Sicht ein Spieler", unterstrich der Geschäftsführer, "den wir im Sommer auf keinen Fall hätten ersetzen können."

Mitte 2014 müssen sie den Polen aber ersetzen, denn er will "nach meinem Kenntnisstand zu Bayern München gehen". Dazu scanne der BVB den Markt, schreckt aber auch vor einem "anderen Mittelstürmer-Typ" nicht zurück.

"Wir haben übrigens in Reus und Aubameyang zwei Spieler, die bei früheren Klubs auch Mittelstürmer gespielt haben", zeigte Watzke zwei interne Alternativen auf.

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