Spanische Nationalmannschaft :"Hatten uns umgebracht": Sergio Ramos über Real- und Barça-Rivalität

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Durch das goldene Tor von Andres Iniesta in der zweiten Hälfte der Nachspielzeit siegte Spanien im Finale der Weltmeisterschaft 2010 gegen die Niederlande. Dass es überhaupt soweit gekommen ist, war zum großen Teil dem damaligen Trainer Vicente del Bosque zu verdanken.

"Die Spieler von Barcelona und Real Madrid hatten sich gerade gegenseitig umgebracht", umschrieb Sergio Ramos während einer Veranstaltung, auf der ein Dokumentarfilm über das Turnier in Südafrika veröffentlicht wurde, die damaligen Verhältnisse.

Hintergrund


"In der Mannschaft gab es viele Spieler beider Klubs, aber unsere Meinungsverschiedenheiten mussten zweitrangig sein", sagte Ramos. "Vicente del Bosque hat eine großartige Arbeit geleistet, um uns zu vereinen und uns klarzumachen, dass wir unsere Vereinsfragen vom Kern der Nationalmannschaft trennen mussten."

Zehn Protagonisten hatten damals entweder Real oder Barça angehört. Neben Ramos standen Spieler wie Iker Casillas, Carles Puyol, Gerard Pique oder Xavi im spanischen Kader. Die Vereinigung der Klub-verfeindeten Spieler gelang del Bosque so gut, dass Spanien auch noch die darauffolgende Europameisterschaft gewann.