"Fremd im eigenen Haus" :Ignazio Abate blickt auf dunkle Milan-Zeit zurück


Die Ehe zwischen dem AC Mailand und Mister Li war ein großes Missverständnis. Das hat nun auch der langjährige Milan-Profi Ignazio Abate klargestellt.

  • Fussballeuropa RedaktionSonntag, 07.07.2019
Foto: Natursports / Shutterstock.com
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Das Jahr, in dem der AC Mailand auf das Kommando des Chinesen Li Yonghong hörte, wird nicht als erfolgreich in die Vereinsgeschichte eingehen.

Im Gegenteil: Der AC verpasste wieder einmal die Champions League, machte zudem einen dreistelligen Millionenverlust.

Mister Li konnte sein Darlehen, das er sich bei Elliott zum Kauf der Rossoneri von Silvio Berlusconi aufgenommen hatte, nicht mehr zurückzahlen.

Milan ging daraufhin in die Hände von Elliott Management, die den Verein nun sanieren wollen.

Unter Li Yonghong lief offenbar nicht nur finanziell und sportlich einiges schief. Die Atmosphäre war laut Ignazio Abate schlecht.

"Das Schlimmste an den chinesischen Besitzern war, dass man sich wie ein Fremder in seinem eigenen Zuhause fühlte. Ich dachte sogar daran zu gehen", berichtet das Eigengewächs, das über 300 Spiele für den AC Mailand machte.

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"Von dem Milan, das ich kannte, war nichts mehr übrig. Es war alles verdreht", so der langjährige Rechtsverteidiger.

Nun sehe er Milan allerdings wieder gut aufgestellt, um zukünftig wieder Erfolge feiern zu können, betonte Abate.

Die US-Bosse des AC Mailand tauschten nach der Saison Sportdirektor (Leonardo) und Chefcoach (Gennaro Gattuso) aus, holten Zvonimir Boban und Frederic Massara als neue Manager, Marco Giampaolo als neuen Trainer und beförderten Paolo Maldini.

Ignazio Abate spielte seit Kindheitstagen für Milan, schaffte nach einigen Ausleihen auch den Sprung in die erste Mannschaft. Sein Vertrag wurde in diesem Sommer nicht verlängert.

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