Serie A Robin Gosens: "Ich hätte ewig bei Atalanta spielen können"

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"Der Start war schwierig", räumt Gosens im Rückblick ein. "Der Trainer hat mir am Anfang nicht vertraut. Ich sprach kein Italienisch und fühlte mich ausgeschlossen. Ich verstand nicht, was der Trainer von mir wollte."

Der Linksfuß verbrachte seine ersten Profijahre in den Niederlanden (Vitesse Arnheim, Dordrecht, Heracles Alemlo), weshalb er 2017, bei seiner Ankunft in Bergamo, nur Deutsch und Niederländisch sprach.

Gosens lauerte dennoch weiter auf seine Chance und sollte sie in der Zwischenrunde der Europa League auch bekommen. "Einer meiner Teamkollegen hat sich vor einem Spiel gegen Borussia Dortmund verletzt, sodass der Trainer gezwungen war, mich einzusetzen. Da änderten sich die Dinge."

Inter Mailand

Gosens ist nicht nachtragend

Der Emmericher kam auf einmal regelmäßig im linken Mittelfeld zum Einsatz. Gian Piero Gasperini, Atalantas Coach, kommt in Gosens Rückblick ungeachtet des schlechten Starts gut weg. "Ich habe so viel von Gasperini gelernt, er ist ein Genie."

Die Tipps des Trainers fielen beim wissbegierigen Außenbahnspieler auf fruchtbaren Boden. "Er sagte mir, dass er noch nie einen Spieler trainiert hat, der sich so stark verbessert hat und dass es die richtige Entscheidung war, zu Inter zu wechseln."

Dieser Meinung schließt sich der Profi, der in Bergamo fünf tolle Jahre verlebte, an. "Ich hätte ewig bei Atalanta spielen können, aber Inter war eine einmalige Chance." Die Mailänder haben den 27-Jährigen vorerst nur ausgeliehen, im Anschluss soll es aber zum Kauf kommen. Vor über einer Woche traf Gosens erstmals für seinen neuen Klub. Im Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia gegen den AC Milan besorgte er den 3:0-Endstand.