FC Barcelona :Bartomeu verkündet: Barça stimmt Superliga zu - sofort kommt Gegenwind

imago josep maria bartomeu 2020 10028
Foto: Agencia EFE / imago images

Josep Maria Bartomeu hat gewissermaßen mit seiner letzten Amtshandlung bekanntgegeben, dass der FC Barcelona an einer möglichen Superliga teilnehmen würde.

"Ich kann außergewöhnliche Neuigkeiten mitteilen. Gestern haben wir einem Vorschlag zur Teilnahme an einer zukünftigen europäischen Superliga zugestimmt, da dies die finanzielle Stabilität des Vereins gewährleisten würde", erklärte Bartomeu am Dienstag.

Der 57-Jährige verkündete am Abend den vorzeitigen Rücktritt aus seiner Funktion als Barça-Präsident. Zahlreiche Affären sowie ein Misstrauensvotum hatten Bartomeus Ansehen immensen Schaden zugefügt.

In England war in der Vorwoche von einem neuerlichen Anlauf berichtet worden, eine exklusive Superliga aus dem Boden zu heben. Bis zu 18 Klubs des Kontinents sollen an der angeblich geplanten Spielklasse der Superlative teilnehmen.

Zumindest der europäische Fußballverband UEFA hatte erneut verlautbaren lassen, gegen eine Superliga zu sein. Was Barças mögliche Teilnahme angeht: Da die Katalanen ein mitgliedergeführter Verein sind, muss Bartomeus Antrag auf der nächsten Jahreshauptversammlung erst mal genügend Fürsprecher finden.

Hintergrund


Tebas poltert: "Bartomeu bestätigt seine Unwissenheit"

Bartomeu bekommt für seine Zustimmung zur Super League postwendend Gegenwind von Javier Tebas. Der Boss der Primera Division: "Leider hat Bartomeu am letzten Tag seiner Amtszeit die Teilnahme an einem Phantomwettbewerb angekündigt, der den Ruin von Barça bedeuten würde."

"Er bestätigt seine Unwissenheit über die Fußballbranche. Ein trauriges Ende eines Präsidenten, der Erfolge hatte, aber in letzter Zeit viele Fehler gemacht hat", so Tebas weiter.

Jordi Farre: Glücklich, dass der "böse Traum" Bartomeu vorbei ist

Präsidentschaftskandidat Jordi Farre freut sich indes über den Rücktritt Bartomeus. "Ich bin glücklich, weil dieser böse Traum vorbei ist, aber es gibt nichts zu feiern. Eine neue Phase beginnt, in der wir den Verein leiten wollen", so Farre.