"Taktisch, technisch und mental" :Jude Bellingham gibt zu: In diesen Bereichen muss ich mich verbessern

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Die 23 Millionen Euro, die Borussia Dortmund in den Transfer von Jude Bellingham investierte, sahen die Verantwortlichen am Rheinlanddamm als Investition in die Zukunft. Fünf Startelfeinsätze in der noch jungen Saison zeigen allerdings, dass Bellingham trotz der hohen Qualität im Dortmunder Mittelfeld schon weitaus mehr mitbringt.

"Inzwischen bin ich sicher kein Lehrling mehr, und ehrlich gesagt habe ich mich in der vergangenen Saison auch manchmal schon wie ein alter Mann gefühlt", schmunzelt der immer noch erst 17 Jahre alte Brite im Interview mit dem KICKER. In der Vorsaison, als er noch in Diensten des englischen Zweitligisten Birmingham City stand, wurde Bellingham als "Apprentice of the year" ausgezeichnet.

Alles läuft beim technisch versierten Mittelfeldspieler allerdings noch nicht nach Maß. Zum Auftakt in der Champions League, der mit 1:3 bei Lazio Rom vermasselt wurde, war Bellinghams Leistung extremen Schwankungen ausgesetzt, so dass er schon zur Halbzeit aus dem Team genommen wurde.

In der Folge hatte Lucien Favre dem Junioren-Nationalspieler ausgerechnet beim Revierderby am vorigen Wochenende gegen Schalke 04 (3:0) eine Pause verordnet. "Ich muss insgesamt an meinem Spiel arbeiten, taktisch wie technisch. Aber auch mental. Ich kann mich in allen Bereichen noch verbessern. Das zu schaffen, ist mein Ziel", spricht Bellingham seine ausgemachten Schwächen an.

Hintergrund


Auf der Insel, dort wo er im Ballungsraum von Birmingham aufgewachsen ist, gilt Bellingham als Versprechen in die Zukunft. Über eine Rückkehr, etwa in die Premier League, macht sich der Youngster zum aktuellen Zeitpunkt eine Gedanken.

"Ganz ehrlich, darüber denke ich aktuell überhaupt nicht nach. Es fühlt sich gigantisch an, für den BVB zu spielen. Ich habe auch keinen Karriereplan oder so etwas im Kopf", erklärt Bellingham, um den sich monatelang zahlreiche Topteams gebalgt hatten.