Jürgen Klopp:"Ein Pferd muss verdammt noch mal so hoch springen, wie es kann"

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22.02.2014

Doch das schwarz-gelbe Pferd wollte am Samstag ganz und gar nicht hoch springen. Drei Gegentreffer und wieder ein Patzer.

"Für den HSV geht es um Leben und Tod. Wir können hier nicht einfach im Vorbeigehen gewinnen, das haben wir heute gesehen", monierte Manuel Friedrich nach Abpfiff bei Sky merklich zu spät.

Und die Dortmunder Borussia wusste in keinster Weise zu überzeugen. Das starke Auftreten nach der Winterpause war am Samstag an der Elbe nicht auf der Tagesordnung.

"Wir haben uns die Suppe selbst eingebrockt und hatten den falschen Löffel dabei", pflegte BVB-Trainer Jürgen Klopp den Patzer gekonnt zu beschreiben. Um auch noch drei weitere Euro in das Phrasenschwein einwerfen zu können, kramte der Coach noch tiefer in der Sprüche-Kiste.

"Es gibt ja den Spruch, ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss", erklärte der 46-Jährige: "Den hasse ich, wie Nichts anderes. Ein Pferd hat verdammt noch mal so hoch zu springen, wie es kann."

Der BVB habe geschaut, "wie hoch wir heute springen müssen" und habe dann gesehen, die Hürden seien nicht so hoch. "Dann sind wir ins Hintertreffen geraten", monierte der enttäuschte Klopp.

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Bezeichnend war das letzte Tor zum 3:0 der Hamburger. Hoffnungsträger Hakan Calhanoglu hämmerte einen Freistoß kurz vor Schluss vom Mittelkreis in den Kasten von Roman Weidenfeller. Der BVB-Keeper stand zu weit vorn. Zu seiner Verteidigung: An den Toren zuvor war er machtlos.

"Ich dachte einfach nur: ‚Konzentrier dich und hau das Ding, wie im Training auch, einfach rein’", beschrieb der Torschütze später seinen Freistoßkracher.

René Adler freute sich nach einer "schweren" Woche schlichtweg über den Dreier. "Es ist unbeschreiblich schön, sich am Ende der Woche auch einmal belohnen zu dürfen", freute sich der Nationalkeeper.

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