Ex-Juve-Boss: Cristiano Ronaldo hat bei Juventus Probleme verursacht

30.08.2022 um 19:59 Uhr
von Tobias Krentscher
LaLiga-Experte
Seit Ronaldinhos Glanzzeit ein Anhänger des FC Barcelona. Schreibt seit 2010 über den spanischen Fußball. Gründer und Chefredakteur von Fussballeuropa.com.
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Foto: / Getty Images

"Ich liebe Juventus sehr und bin überzeugt, dass seine Ankunft Probleme für sie verursacht hat", erklärte der ehemalige Präsident des Rekordmeisters laut Calciomercato.com gegenüber RAI, als er über Cristiano Ronaldo befragt wurde.

Cristiano Ronaldo kam Medienberichten zufolge bei der alten Dame nicht gerade gut mit Maurizio Sarri aus. Der Übungsleiter musste die Bianconeri trotz der gewonnenen Meisterschaft 2020 verlassen - angeblich auch wegen seines ausbaufähigen Verhältnisses zu Cristiano Ronaldo.

Laut Cobolli Gigli habe Cristiano Ronaldo Probleme verursacht, die bis heute nicht komplett gekittet seien: "Juve ist noch nicht geheilt", so der 77-Jährige, der Juventus von 2006 bis 2009 als Präsident vorstand.

Juventus Turin

Cristiano Ronaldo kickte drei Jahre für Juve

Cristiano spielte von 2018 bis 2021 für den italienischen Rekordmeister, ehe er zu Manchester United zurückkehrte. Bei den Red Devils ist der Portugiese aber nicht mehr glücklich. Berater Jorge Mendes klappert die Topclubs ab, um einen Abnehmer für seinen berühmtesten Mandanten zu finden.

Nach Absagen unter anderem von Atletico Madrid, Borussia Dortmund und Bayern München wurde CR7 jüngst beim SSC Neapel als Neuzugang gehandelt. Cobolli Gigli würde den fünfmaligen Weltfußballer nicht gerne im Trikot der Partenopei sehen.

"Abgesehen von der Bewunderung, die ich für ihn habe, möchte ich ihn nicht wieder in Italien sehen", betonte der Ex-Boss. Alleine aufgrund des hohen Gehalts für Cristiano Ronaldo rät Gigli den Süditalienern von einer Zusammenarbeit ab.

"Er will von der Mannschaft bedient werden", betont der ehemalige Pharmaindustriemanager. Zudem könne es zu Problemen im Mannschaftsklima kommen, wenn ein Spieler deutlich mehr als alle anderen verdiene.

Den SSC Neapel, aktuell Tabellenführer der Serie A, sieht Gigli auch ohne Cristiano Ronaldo als "ersten Anwärter auf den Scudetto." Präsident Aurelio De Laurentiis und Manager David Giuntoli hätten auf dem Transfermarkt gute Arbeit geleistet und dabei sogar das Gehaltsniveau gesenkt.

Verwendete Quellen: Calciomercato.com
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