Juventus Turin :Leonardo Bonucci: Darum reichte es mit Cristiano Ronaldo nicht für den großen Wurf

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Foto: Sportimage / imago images
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Leonardo Bonucci bringt deutlich zum Ausdruck, dass die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo ausschlaggebend für die Leistung des gesamten Teams war – und zwar im negativen Sinn.

Auf die Frage von The Athletic, ob der Ronaldo-Transfer im Unterbewusstsein einiger Juve-Spieler den Eindruck erweckt habe, dass er allein ausreicht, um Spiele zu gewinnen, gibt Bonucci eine Antwort, die seinen Mitstreitern nicht wirklich gefallen dürfte.

Hintergrund

"Das war es. Genau das war der Grund. Die Vorstellung, dass ein einziger Spieler, selbst der beste der Welt, Juventus den Sieg garantieren könnte." Die bloße Anwesenheit des Superstars hatte einen "großen Einfluss" auf das gesamte Team, wie Bonucci fortführt. "Allein das Training mit ihm gab uns etwas Zusätzliches, aber unterbewusst begannen die Spieler zu glauben, dass seine Anwesenheit allein ausreicht, um Spiele zu gewinnen."

Diese Auswirkungen hatte Cristiano Ronaldo auf die tägliche Arbeit

An Ronaldos sportlichen Leistungen ist der fehlende große Triumph in den vergangenen drei Jahren allerdings nicht festzumachen. Immerhin steuerte der Alleskönner in 134 Pflichtspielen stolze 101 Tore und 22 Vorlagen bei.

"Wir fingen an, in unserer täglichen Arbeit ein wenig nachzulassen, die Bescheidenheit, die Aufopferung, den Wunsch, Tag für Tag für den Mannschaftskameraden da zu sein", so Bonucci. "Ich glaube, das konnte man in den letzten Jahren sehen."

Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 60 Jahren scheint Juve den Ronaldo-Abgang langsam aber sicher besser kompensieren zu können. In der Meisterschaft gab es zuletzt zwei Siege in Folge, in der Champions League siegte Juve am Mittwoch sogar mit 1:0 gegen den amtierenden Sieger FC Chelsea.

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