Borussia Dortmund :"Kein Wunschkonzert": Michael Zorc wählt deutliche Worte

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Mit Reinier, Thomas Meunier und Jude Bellingham hat Borussia Dortmund bis heute dreimal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Große Sprünge sind inmitten der Pandemie ohnehin nicht möglich, zudem hat die Coronakrise ein 45-Millionen-Loch in den Dortmunder Haushalt gefressen.

"Ich finde, dass wir gut aufgestellt sind. Der Umgang mit diesem Kader obliegt nun natürlich dem Trainer", wird Sportdirektor Michael Zorc in der SPORT BILD zitiert. "Die Rotation wird allerdings in der Tat sehr wichtig sein, gerade in den Wochen mit der Champions-League-Gruppenphase. Wir müssen ja fast permanent alle drei Tage spielen."

Kommt es schon vor dem Start in die neue Saison zum ersten Knatsch? Immerhin hatte Lucien Favre vor Kurzem gefordert, noch mal auf dem Transfermarkt nachlegen zu wollen. Dem Schweizer Übungsleiter fehlt es an Qualität in seinem Aufgebot.

"Durch die Corona-Krise ist die Situation auf dem Transfermarkt allerdings kein Wunschkonzert, wir müssen vor allem auch die wirtschaftliche Lage des Klubs im Blick behalten", macht Zorc deutlich, dass sich wahrscheinlich nicht mehr viel auf der Zugangsseite bewegen wird.

Außer der BVB bekommt für Ladenhüter wie Marius Wolf, den Hertha BSC fest verpflichten will, oder Nico Schulz eine adäquate Ablösesumme. Zorcs Aussagen zufolge lässt sich im Augenblick kein weiterer Transfer darstellen.

Hintergrund


Er sagt außerdem: "Durch die Ballung der Spieltermine werden die nächsten Monate sehr herausfordernd für uns – darüber sind wir uns intern alle einig. Deshalb versuchen wir, den Kader für die neue Saison auch in der Breite gut aufzustellen."

Der BVB-Kader umfasst nach aktuellem Stand 29 Akteure, die aber offenbar Favres qualitativen Ansprüchen nicht alle genügen.