Nach Gladbach-Pleite :Kimmich, Müller und Co. - Bayern schieben Frust

thomas muller 2017
Foto: daykung / Shutterstock.com

Joshua Kimmich ist nach der Pleite gegen Borussia Mönchengladbach alles andere als gut drauf.

"Das ist schon das zweite Mal hintereinander. Das ärgert mich unendlich. Ich könnte durchdrehen", klagte der Nationalspieler nach der 1:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach.

Schaut man auf die Tabelle, findet man den FC Bayern lange erst einmal nicht. Platz sieben steht aktuell zu Buche.

So schlecht waren die erfolgsverwöhnten Münchener zuletzt unter Giovanni Trapattoni in der Saison 1994/1995 als sie nach 14 Spielen auf dem achten Rang standen.

Hintergrund


Die mageren 24 Punkte sind die schwächste Ausbeute seit 2010/2011 unter Louis van Gaal, als man aber immerhin noch Fünfter war.

Auch in der Vorsaison hatten die Bayern geschwächelt, am Ende nach einer Aufholjagd Borussia Dortmund überholt und noch das Double gewonnen.

Zwar seien es nur sieben Punkte auf Borussia Mönchengladbach, rechnete Kimmich vor, aber: "Es wird diese Saison deutlich schwieriger, weil viel mehr Mannschaften vor uns sind. Es steht nicht nur Gladbach vor uns, sondern noch ein paar Mannschaften. Und wer es jetzt noch immer nicht begriffen hat, und glaubt, das wird schon wie die letzte Saison, der ist fehl am Platz."

Zumal jetzt auch noch Duelle in der Champions League anstehen, die man nicht schon wie im Vorjahr nach dem Achtelfinale verlassen möchte.

"Wenn man ehrlich ist, hat es uns letztes Jahr in die Karten gespielt, dass wir da im Achtelfinale rausgeflogen sind. Denn sonst wäre es deutlich schwieriger geworden, das Double zu holen", sagte Kimmich weiter.

Alle sollten die Ruhe bewahren, ist die einhellige Meinung an der Säbener Straße. Auch Sportchef Hasan Salihamidzic spricht sich für Ruhe, aber eine ehrliche Analyse nach innen aus.

"Wir haben auch heute in der ersten Halbzeit gesehen, dass es läuft", erklärte er. Zudem werde Interimstrainer Hansi Flick definitiv bis Weihnachten bleiben.

Erst dann werde man sich zusammensetzten und schauen, ob es weitergeht oder nicht. "Nein, da hat sich nichts verändert", versicherte Salihamidzic auf die Trainersuche angesprochen.

Fakt ist aber, dass die Flick-Truppe nach vier Siegen und 16:0 Toren aus den ersten vier Spielen nun wieder im Mittelmaß angekommen ist – der Grund, warum Niko Kovac seinen Platz räumen musste.

"Wir haben Mittwoch in der Champions League ein Spiel zu gewinnen und in der Bundesliga bis zur Winterpause noch neun Punkte zu holen. Sonst schaut es schattig aus", weiß da auch Thomas Müller.

Den Bayern fehlen auch die Tore von Robert Lewandowski. Der Pole hatte in den ersten elf Partien der Bundesliga 16-mal getroffen, zuletzt aber dreimal nacheinander nicht mehr.

"Mir fehlt manchmal ein bisschen die Entschlossenheit", kritisierte Trainer Flick nicht nur den Führenden der Torjägerliste, sondern die allgemeine Abschlussschwäche des deutschen Rekordmeisters.

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