Bayer Leverkusen :Klare Ansage: Kevin Kampl setzt Bayer unter Druck

kevin kampl
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"Ich werde Leverkusen auf jeden Fall verlassen. Das ist Fakt!", sagte der slowenische Nationalspieler im KICKER.

Der Vertrag von Kevin Kampl läuft bei Bayer noch bis 2020. Und hat dem Vernehmen nach keine Ausstiegsklausel, sodass ein neuer Verein und die Leverkusener verhandeln müssten.

Sportdirektor Rudi Völler bestätigt "ein paar Anfragen" und fordert schnell Klarheit. Fest steht: Leverkusen würde Kampl bei einer entsprechenden Ablösesumme ziehen lassen und liebäugelt mit mehr als 30 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler.

Das würde die Einstellung des vereinsinternen Transferrekords bedeuten, den Heung-Min Son 2015 mit seinem Wechsel zu Tottenham aufstellte.

Hintergrund


Bislang kommt das beste Angebot aus China. Doch es sollen "nur" 20 Millionen Euro sein, die Bejing Guoan für den 26-Jährigen bietet.

Warum ausgerechnet Peking? Weil dort Kampls Mentor Roger Schmidt seit wenigen Wochen in Amt und Würden ist.

Und die Verbindung zwischen beiden ist noch immer innig, wie Kampl bestätigt: "Das mit Roger hat mich verletzt, hat Spuren hinterlassen", sagte er auf die Demission seines Lehrmeisters angesprochen.

Und weiter: "China ist sehr weit. Wenn ich dahingehe, dann nur wegen Roger." Schmidt und Kampl hatten bereits in Salzburg zusammengearbeitet und der streitbare Coach seinen Schützling aus Dortmund nach Leverkusen geholt.

Nach dem erstmaligen Verpassen des internationalen Geschäfts seit 2009 droht Leverkusen der Verlust mehrerer Spieler. Auch über mögliche Abgänge von Bernd Leno, Chicharito, Julian Brandt und Hakan Calhanoglu wird spekuliert.