Copa America :"Korruption" - Lionel Messi erhebt schwere Vorwürfe

Foto: A.RICARDO / Shutterstock.com
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Die als Favoriten in die Südamerikameisterschaft gestarteten Argentinier konnten sich mit einem 2:1 (2:0) gegen den Titelverteidiger noch mit einem Sieg von der diesjährigen Copa America in Brasilien verabschieden.

Lionel Messi musste jedoch nach nur 37 Minuten mit Rot vom Platz, nachdem er sich eine Rangelei mit Gary Medel geliefert hatte.

Der paraguayische Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar zögerte keine Sekunde und stellte beide sofort vom Platz. Der Verweis für den Star vom FC Barcelona wurde anschließend heiß diskutiert.

"Wir sollten an dieser Korruption nicht teilnehmen. Wir haben die Nase voll (...) von der Korruption, den Schiedsrichtern und alles, was das Spektakel verdirbt", sagte Messi, der den Feierlichkeiten um die Medaillenvergabe fern blieb und so für einen Eklat sorgte.

"Es gab einen Mangel an Respekt uns gegenüber bei dieser Copa America", schoss Messi gegen den südamerikanischen Fußballverband Conmebol.

Und der aufgebrachte 32-Jährige weiter: "Wir hätten besser sein können, aber sie haben uns nicht ins Finale kommen lassen. Korruption und die Schiedsrichter lassen die Fans nicht den Fußball genießen. Das ruiniert den Fußball."

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Er ergänzte, dass er mit dem zweiten Platzverweis seiner Karriere vielleicht den Preis für seine bereits zuvor geäußerte Kritik zahle. Der Platzverweis sei "ungerecht", er sei deshalb "stinksauer".

Dabei erwischte Messi einen Sahnetag, lieferte mit seinen Teamkollegen jenen Offensivfußball ab, den sie noch in der Vorrunde vermissen ließen.

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Der fünfmalige Weltfußballer bediente in der 12. Minute Sergio Agüero, der die gesamte chilenische Abwehr hinter sich ließ und zum 1:0 einschob.

Zehn Minuten später hob Paulo Dybala nach einem Steilpass von Giovani Lo Celso den Ball über Chiles Torwart Gabriel Arias.

In der zweiten Halbzeit konnte Arturo Vidal für Chile nur noch verkürzen. Der ehemalige Spieler des FC Bayern München verwandelte einen Strafstoß sicher (58. Minute).

Zuvor war Charles Aranguiz von Bayer Leverkusen zu Fall gebracht worden.

Im Finale standen sich am Sonntag in Rio de Janeiro Gastgeber Brasilien und Überraschungsteam Peru gegenüber.

Die Selecao setzte sich nach Toren von Everton (15.) und Gabriel Jesus (45. +3) und Richarlison (90.) 3:1 durch. Die Brasilianer hatten Argentinien im Halbfinale besiegt.

Nach dieser Partie hatte Messi kritisiert, dass Argentinien aus seiner Sicht zwei Elfmeter verweigert wurden.

Zudem schoss der Superstar gegen die VAR-Schiris. " Das ganze Turnier schauen sie sich jeden Schwachsinn am Bildschirm an, aber heute keine einzige strittige Entscheidung", so Messi nach dem Halbfinal-Aus.

Brasiliens Nationaltrainer Tite war damals noch ruhig geblieben. Nach dem Titelgewinn äußerte er jedoch Kritik am Argentinier.

"Er sollte mehr Respekt haben, und er muss es akzeptieren, wenn er verliert", so der Coach. Messi solle seine Worte vorsichtiger wählen.

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