Laporta: "Rosell wollte Xavi, Puyol und Valdés verkaufen"

fussball 14
Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

Der langjährige Präsident Joan Laporta hat zum wiederholten Male das aktuelle Barça-Präsidium um Sandro Rosell angegriffen. "Die aktuelle Vereinsführung will die vier Säulen des Klubs verändern: Cruyff, La Masia, Katalonien und UNICEF", warf der katalanische Politiker Sandro Rosell und seinen Mitstreitern bei "Catalunya Radio" vor. Auch habe Rosell Carles Puyol, Victor Valdés und Xavi Hernández verkaufen wollen.

Zudem meint Laporta, dass seine Ankündigung, erneut als Präsident des FC Barcelona kandidieren zu wollen, Rosell beschäftige. "Rosell und seine Kollegen sind nervös, weil ich öffentlich Interesse an einer Rückkehr zu Barça bekundet habe."

FC Barcelona

Laporta war von 2003 bis 2010 Präsident des FC Barcelona. In seiner Ära konnte Barça unter anderem zweimal die Champions League und viermal die spanische Meisterschaft gewinnen. In seine Amtszeit fallen jedoch auch teure Transfermissgeschicke wie die Verpflichtungen von Dmytro Chygrynskiy (25 Millionen Euro), Martín Cáceres (17 Millionen Euro) und Alexander Hleb (17 Millionen Euro). Auch der äußerst kostspielige Fehlgriff Zlatan Ibrahimovic (70 Millionen Euro) wurde unter der Präsidentschaft Laportas getätigt.

Besonders kritisch sieht Laporta den Sponsorendeal mit der Stiftung "Qatar Foundation", dessen Logo seit Saisonbeginn die Trikots der FC Barcelona ziert und dem Verein mindestens 166 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren einbringt. Ohne kommerzielle Trikotwerbung wäre Rosells Ziel der konsequenten finanziellen Konsolidierung des Vereins wohl nur durch einen Verkauf von Superstars möglich. Die Vereinsmitglieder stimmen im September 2011 für den Sponsorenvertrag.