Leonardo Bonucci will Paulo Dybala nicht die Schuld geben

09.11.2020 um 16:32 Uhr
von Andre Oechsner
Redakteur
Experte für den Transfermarkt, berichtet seit 2015 über den internationalen Fußball. Seit 2019 im Team von Fussballeuropa.com.
leonardo bonucci
Foto: sbonsi / Shutterstock.com

"Wir haben 93 Minuten und 45 Sekunden lang eine Juventus-Leistung erbracht", befand Leonardo Bonucci nach dem 1:1 gegen Lazio gegenüber dem italienischen SKY. In buchstäblich letzter Sekunde glich Felipe Caicedo aus, als er den Ball nach Vorleistung von Joaquin Correa um Bonucci herum im Tor von Juventus Turin unterbrachte.

"In der Defensivphase waren wir solide und aggressiv, Lazio hatte null Chancen, dann kassierten wir ein Tor auf einen Ball, mit dem wir besser umgehen konnten", bekrittelt Bonucci. "Wir müssen uns unbedingt verbessern, um unsere Ziele zu erreichen. Es ist die Sache, die uns pushen muss, immer mehr zu geben."

Der Dauermeister steht nach sieben Spieltagen in der Serie A nur auf dem ungewöhnlichen 5. Platz. In der Champions League holten die Bianconeri sechs Punkte aus drei Spielen. "Es gibt Momente, in denen man riskieren kann, zu spielen – und andere, in denen der Ball aus dem Stadion geschossen werden muss", so Bonucci.

Bonucci will Paulo Dybala nicht die Schuld dafür geben, dass Juve noch den Ausgleich kassiert hatte. Der Angreifer hatte in der Vorwärtsbewegung leichtfertig den Ball verloren, so dass Lazio einen Konter vortrug, aus dem schlussendlich der Ausgleich resultierte.

"Es ist nicht die Schuld derer, die reingekommen sind. Dybala und Bernardeschi haben die Arbeit getan, die sie tun mussten", konstatierte Routinier Bonucci. "Wir haben einen Ball verloren und vier oder fünf von uns haben Fehler gemacht." Laut dem 33-Jährigen habe es zuvor keinerlei Anzeichen gegeben, dass Juve noch einen Treffer hinnehmen müsste.

Bonucci fordert, dass die Mannschaft für die Zukunft ihre Lehren aus solchen Aktionen ziehen muss. "Wenn man nicht hundertprozentig konzentriert ist, läuft man Gefahr, Tore zu kassieren. Das muss uns eine Lehre sein", sagt der Turiner Defensivmann.