Nach eingewilligter Gehaltskürzung :Messi-Zoff & 100-Mio-Verlust: Jetzt spricht Barça-Boss Bartomeu

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Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com
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Lionel Messi hat einmal mehr kein gutes Haar an den Vereinsobersten des FC Barcelona gelassen. Grund ist die vorgenommene Gehaltskürzung von 70 Prozent, welche die Blaugrana vor wenigen Tagen in einem offiziellen Statement angekündigt hatte.

Der Superstar meldet sich via Instagram zu Wort – und das ziemlich barsch: "Es überrascht uns immer wieder, dass es innerhalb des Klubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin immer vorhatten."

Die Gehaltsfehde zwischen Barça und den Spielern wurde in der Vergangenheit auch von den spanischen Gazetten angeheizt, die ambivalent über die Causa berichtet hatten.

Unter anderem war zu lesen, dass Messi und Marc-Andre ter Stegen zwei von mehreren Profis seien, die Kürzungen in bekanntgegebener Höhe nicht akzeptieren werden.

Laut der schriftlichen Äußerung Messis sei dagegen immer klar gewesen, dass die Mannschaft ihren Beitrag leisten werde. Dass sich die Vereinbarung um ein paar Tage verzögert hatte, lag daran, dass die richtige Formel gesucht werden musste, mit welcher der Klub sowie den Mitarbeitern geholfen werden kann.

Es rummst weiter: "Wir waren IMMER die Ersten, die dem Klub geholfen haben, wenn wir darum gebeten wurden. Oft haben wir es auch schon auf eigene Initiative gemacht."

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Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com

Messis kritische Worte sollten sich vor allem an den schon zuvor schwierige Tage verlebenden Präsidenten Josep Maria Bartomeu richten.

Der Boss verliert indes kein böses Wort über den Weltfußballer und versichert, dass Mannschaftskapitän Lionel Messi und dessen drei Stellvertreter den Gehaltsverzicht in die Wege geleitet hätten.

"Dieser Vorschlag kam von den Kapitänen. Es ist eine Geste, die ihr Engagement für den Verein demonstriert", erklärte der Präsident laut der Sporttageszeitung AS.

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Über den Missmut vom Messi und Co. über die Medienberichte sagt Bartomeu: "Vielleicht waren sie frustriert von Dingen, die von Leuten innerhalb und außerhalb des Vereins gesagt wurden, die nicht alle Informationen haben. Aber die Verhandlungen wurden nur von Oscar Grau und mir geführt und wir haben nichts gesagt."

Der Gehaltsverzicht kommt für Barça auf jeden Fall zur richtigen Zeit. Laut MARCA plant der FC Barcelona einen Verlust von 100 Millionen Euro in den kommenden Monaten ein.

Dass die Katalanen momentan nicht auf Rosen gebettet sind, gibt Bartomeu zu: " Seit dem 14. März hat Barcelona keine Einnahmen mehr. "

"Wir können das Museum nicht eröffnen, wir haben keine Fernsehrechte, es gibt keine Zahlungen für die Bewirtung oder den Ticketverkauf." Aber, so Bartomeu: "Wir würden im Juni nicht Bankrott gehen."

Durch den Verzicht der Profis werden laut Bartomeu 16 Millionen Euro eingespart. Dies reiche aber nicht aus, um Kurzarbeit für die Angestellten (Regulación Temporal de Empleo, ERTE) zu vermeiden.