Gündogan kritisiert Agüero :Liverpool besiegt ManCity: Guardiola tobt, Klopp lobt

Foto: Carolrobert / Dreamstime.com
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Es waren erst wenige Minuten zwischen Liverpool und Manchester City gespielt, da hüpfte Pep Guardiola schon schäumend vor Wut an der Seitenlinie hin und her. Liverpools Trent Alexander-Arnold  hatte im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand touchiert.

Der Videoschiedsrichter griff nicht ein, City-Stürmer Sergio Agüero stand daneben, reklamierte Strafstoß und verpasste so den Konter der Hausherren zum frühen 1:0 durch Fabinho (6. Minute).

Ilkay Gündogan kritisierte nach Abpfiff Sergio Agüero für dessen Verhalten nach dem vermeintlichen Handspiel.

"Er hätte den Ball eventuell noch querlegen können, hat aber auch komplett aufgehört zu spielen", meckerte der Mittelfeldspieler. Auch der Rest der Mannschaft hätte einfach aufgehört zu spielen.

Nur wenige Minuten nach dem ersten Gegentreffer, nahm dann Mohamed Salah Maß und köpfte zum 2:0 ein (13. Minute). Z

uvor hatte Kevin de Bruyne schon die Chance zum Ausgleich, in der 25. Minute parierte schließlich Alisson einen Schuss von Agüero. Linksverteidiger Angelino traf nur den  Außenpfosten. Manchester City fehlte einfach auch etwas Glück im Topspiel.

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Nach der Pause war es folglich auch der FC Liverpool, der zum dritten Mal jubelte. Jordan Henderson flankte fast von der rechten Eckfahne an den zweiten Pfosten, City-Keeper Claudio Bravo, der den verletzten Ederson vertrat, irrte durch den Strafraum und Sadio Mane nickte in der 51. Minute zum 3:0 ein.

Danach brachten die Reds das Spiel zunehmend unter Kontrolle und verwalteten das Ergebnis. In der Schlussphase wurde es nach dem Treffer von Bernardo Silva (78.) noch einmal hitzig: Wieder war es Alexander-Arnold, dem der Ball an die Hand sprang – und es zum Unverständnis von Guardiola wieder keine Folgen hatte.

"Thank you so much", sagte der Katalane, der bereits zum neunten Mal in Anfield unterlag, nach Abpfiff sarkastisch in Richtung Schiedsrichter. In keinem Stadion hat Guardiola so häufig verloren.

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Und der letztjährige Meistertrainer reagierte auch auf die Frage, ob Manchester City denn den Titel noch verteidigen könnte, dünnhäutig. "Keine Ahnung, ich bin kein Zauberer. Ich kann nicht in die Zukunft schauen", motzte er.

Die Gastgeber siegten am Ende verdient 3:1 und sind seit 46 Heimspielen insgesamt, seit 29 Ligaspielen und seit 17 Partien an der Anfield Road gegen Manchester City ungeschlagen.

Die wichtigste Statistik zeigt aber die Tabelle der Premier League: Dort steht Liverpool mit 34 von 36 möglichen Punkten nach zwölf Spieltagen auf Platze eins. Manchester City (25 Punkte) dagegen ist nur noch Vierter hinter Leicester City und dem FC Chelsea (beide 26).

Das M-Wort will Reds-Trainer Jürgen Klopp aber noch lange nicht hören. Noch sind es schließlich 26 Spieltage und zudem steht die stressige Zeit rund um den Jahreswechsel bevor.

"Neun Punkte vor City, das ist verrückt. Aber wer will schon Anfang November Erster sein?", fragte er. "Natürlich werden die Leute sagen: Ab jetzt können sie es nur noch verlieren. Aber das ist uns egal."

Seine Mannschaft lobte der Coach des Champions-League-Siegers in der BBC aber dennoch: "Die Jungs waren komplett fokussiert und konzentriert. Es war so was von gut. Das ist die einzige Möglichkeit, wie wir City schlagen können."

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