Liverpool :Diego Simeone vs. Jürgen Klopp – Handschlag-Gate, Runde 2

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Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com
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In den englischen Medien war es das Thema schlechthin, und das schon im Hinspiel. Vor zwei Wochen, als der FC Liverpool mit 3:2 bei Atletico Madrid gewann, hatte Diego Simeone auf den obligatorischen Handschlag zwischen den Trainern, in diesem Fall seinem Gegenüber Jürgen Klopp, verzichtet. In Englands Berichterstattung war von einem Affront die Rede, Simeone sei ein schlechter Verlierer.

Selbiges Szenario wiederholte sich am Mittwochabend, nur der Schauplatz war ein anderer. "Nach dem Spiel in Madrid war ich mit meiner Reaktion auch nicht zufrieden", äußerte sich Klopp, als er auf den erneut ausgebliebenen Handshake angesprochen wurde. "Einen Fehler zu machen ist kein Problem... daraus zu lernen ist das Ziel. Ich lerne... wenn er keinen Handshake haben will, ist das kein Problem. Ich respektiere so ziemlich alles im Leben. Aber das wusste ich in dem Moment nicht - und deshalb habe ich getan, was ich getan habe."

Hintergrund

Diego Simeone klärt noch mal auf

Während Klopp die Atmosphäre an der Anfield Road genossen hatte, war Simeone mit versteinerter Miene an der Seitenlinie auszumachen. Nachdem er sich gesammelt hatte, verließ der Atletico-Coach den Innenraum. Simeone war etwas genervt von dem Thema, das erneut aufkochte. Schließlich hatte er schon nach dem Hinspiel deutlich erklärt, warum er in der Regel auf den Handschlag verzichtet.

Geduldig äußerte sich Simeone aber noch mal, vergleichbar mit dem Wortlaut von vor 14 Tagen. "Ich habe es schon nach dem letzten Spiel erklärt und ich wiederhole es noch mal: Ich mag es nicht, nach dem Spiel Hände zu schütteln; die Emotionen sind anders als bei den Trainern", so Simeone. "Ich verstehe, dass es in England als eine Art und Weise des Anstands gilt, aber ich teile das eben nicht."

Mit den Toren von Diogo Jota und Sadio Mane machte Liverpool zwei Spieltage vor Beendigung der Gruppenphase den Einzug in das Achtelfinale perfekt. Atletico ist dagegen mit vier Punkten vom FC Porto (5) auf den 3. Platz verdrängt worden.

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