Liverpool :Ex-Reds-Star enthüllt: ManCity-Besitzer wollten eigentlich den FC Liverpool übernehmen

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Foto: HochZwei/International / imago images

Seit 2008 hält die City Football Group, angeführt von Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan, die Mehrheitsanteile an Manchester City. Die Herrscherfamilie von Abu Dhabi verfolgte zunächst aber offenbar einen anderen Plan. Der amtierende Englische Meister war nicht die erste Anlaufstelle.

Graeme Souness erinnert sich bei Sky Sports an einen Dubai-Urlaub, den er vor "12, 13 Jahren" mit seiner Familie unternahm. "Ich spazierte mit meiner Frau und meinem Sohn durch das Hotel und ging in das Restaurant Nobu, das kurz nach dem Mittagessen leer war", erinnert sich Souness. "Auf dem Weg nach draußen kam jemand vorbei und stellte sich vor, es war eine Dame namens Amanda: 'Ich bin Liverpool-Fan.'"

Hintergrund

Während des kurzen Austauschs soll die Dame eröffnet haben, dass sie dafür verantwortlich sei, die Herrscherfamilie von Abu Dhabi mit Manchester City zusammenzubringen. "Aber vor fünf Minuten sagten Sie, Sie seien Liverpool-Fan - warum haben Sie sie nicht nach Liverpool gebracht?", fragte Souness seinerzeit verblüfft.

Besitzer des FC Liverpool stellten sich quer

Amanda Staveley, die den Deal seinerzeit eingefädelt hatte, habe gegenüber Souness angebracht: "Ich habe es versucht, aber Gillett und Hicks waren so schwierig im Umgang mit ihnen, dass es am Ende einfach nicht geklappt hat."

Die Rede ist von Tom Hicks und George Gillett, den damaligen schwerreichen US-amerikanischen Besitzern des FC Liverpool. In den dreieinhalb Jahren, in denen Hicks und Gillett bei den Reds die Verantwortung innehatten, waren sie bei den Anhängern der Reds äußerst unbeliebt. Im Januar 2008 ließ ein Streit mit dem damaligen Trainer Rafa Benitez die Beliebtheitswerte von Hicks und Gillett gen Nullpunkt sinken.

Souness ist tief verbunden mit dem FC Liverpool, mit dem er zwischen 1978 und 1984 fünfmal Meister wurde und drei europäische Klubtitel gewann. Die Reds befinden sich seit 2010 in den Händen der Fenway Sports Group.

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